Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal / Pfalz (im Folgenden KSB AG genannt), ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter der Nummer HRB 21016 eingetragen und hat ihren Firmensitz in Frankenthal / Pfalz, Deutschland.

Im Vorjahr wurden die KSB AG und deren Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, einbezogen. Die Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Bekanntmachung erfolgt im Bundesanzeiger.

Der KSB Konzern ist weltweiter Anbieter von qualitativ hochwertigen Pumpen und Armaturen sowie zugehörigen Systemen. Den Anwendern dieser Produkte steht darüber hinaus ein breites Serviceangebot zur Verfügung. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Segmente aufgeteilt: Pumpen, Armaturen und Service.

Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss der KSB AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei haben wir das Rahmenkonzept sowie sämtliche für den Konzern relevanten und am Bilanzstichtag gültigen und von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommenen Standards sowie die Interpretationen des IFRS Interpretations Committee angewendet. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Somit steht der Konzernabschluss der KSB AG in Einklang mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss wurde unter der Going-Concern-Prämisse gemäß IAS 1.25 aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie bei der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Darüber hinaus bewerten wir unsere Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode.

Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Alle wesentlichen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind gesondert dargestellt und in diesem Anhang erläutert.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Konzernabschluss und -lagebericht werden wie auch der Jahresabschluss und Lagebericht der Muttergesellschaft beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.

Der vorliegende Konzernabschluss, der vom Aufsichtsrat voraussichtlich am 25. März 2015 gebilligt wird, wurde vom Vorstand am 17. März 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

a) Im Geschäftsjahr 2014 erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Die folgenden neuen sowie überarbeiteten Standards des International Accounting Standards Boards (IASB) waren erstmalig für das Geschäftsjahr 2014 anzuwenden:

Tabelle anzeigen
IFRS-Verlautbarung Verabschiedung Veröffentlichung im EU-Amtsblatt EU-Erstanwendung
IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ 12.05.2011 29.12.2012 01.01.2014
IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ 12.05.2011 29.12.2012 01.01.2014
IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ 12.05.2011 29.12.2012 01.01.2014
IAS 27 „Einzelabschlüsse (revised 2011)“ 12.05.2011 29.12.2012 01.01.2014
IAS 28 „Assoziierte Unternehmen und Gemeinschafts­unternehmen (revised 2011)“ 12.05.2011 29.12.2012 01.01.2014
Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12) 28.06.2012 05.04.2013 01.01.2014
Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) 31.10.2012 21.11.2013 01.01.2014
IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“ 16.12.2011 29.12.2012 01.01.2014
IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten“ 29.05.2013 20.12.2013 01.01.2014
IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ 27.06.2013 20.12.2013 01.01.2014

IFRS10 „Konzernabschlüsse“ ersetzt die im bisherigen IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse“ enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. Außerdem ändert sich die Definition von „Beherrschung“ dahingehend, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Beherrschung setzt Verfügungsgewalt, variable Rückflüsse und die Möglichkeit zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch Ausübung der Verfügungsgewalt voraus. Da IAS 27 somit nunmehr nur noch die Vorschriften enthält, die auf separate Einzelabschlüsse anzuwenden sind, wurde der Standard in IAS 27 „Einzelabschlüsse (revised 2011)“ umbenannt. Die Anwendung des IFRS 10 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ betrifft Unternehmen, die gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen („Joint Venture“) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit („Joint Operation“) ausüben und ersetzt den bisherigen IAS 31 „Anteile an Gemeinschaftsunternehmen“ sowie SIC 13 „Gemeinschaftlich geführte Einheiten“. Es entfällt die früher zulässige Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, welche nun ausschließlich nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 „Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (revised 2011)“ in den Konzernabschluss einbezogen werden. IAS 28 befasste sich bislang ausschließlich mit assoziierten Unternehmen, der Anwendungsbereich wurde nunmehr auf die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen ausgedehnt und demzufolge entsprechend umbenannt. Der KSB Konzern hat die Beteiligungen des Konzerns untersucht und unter Beachtung der Vorschriften des IFRS 11 neu beurteilt. Dies ergab, dass die Beteiligungen an nachfolgend aufgeführten Unternehmen nunmehr als Gemeinschaftsunternehmen einzustufen und nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind:

  • Nikkiso-KSB GmbH, Bruchköbel (Deutschland)
  • KSB Pumps Arabia Ltd., Riad (Saudi-Arabien)
  • KSB Service LLC, Abu Dhabi (V.A.E.)
  • Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd., Shanghai (China)

Da diese Unternehmen bisher als assoziierte Unternehmen eingestuft und somit bereits nach der Equity-Methode bilanziert wurden, ergeben sich aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 11 keine quantitativen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ bündelt alle erforderlichen Anhangangaben in Bezug auf Tochterunternehmen, gemeinsame Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen in einem Standard. Damit werden die bisher in IAS 27, 28, 31 und SIC 12 enthaltenen Angabepflichten ersetzt und um weitere Angabeerfordernisse ergänzt. Grundsätzlich hat IFRS 12 zu deutlich weitgehenderen Angaben im Konzernanhang geführt.

Die Änderung des IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“ stellt die Voraussetzungen für die Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten in der Bilanz klar.

Mit der Änderung von IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten“ werden unerwünschte Folgewirkungen auf die Angabepflichten aus der Einführung des IFRS 13 beseitigt.

Die Änderung von IAS39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Fortführung der Sicherungsbilanzierung in Fällen, in denen als Sicherungsinstrument designierte Derivate aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Bestimmungen auf eine zentrale Clearingstelle übertragen werden.

Die Änderungen aus IAS 32 und 39 haben keine Relevanz für den KSB Konzern.

b) Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungs­vorschriften

Die folgenden Standards und Überarbeitungen von Standards sowie die neue Interpretation des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) waren noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden im Geschäftsjahr 2014 nicht berücksichtigt:

Tabelle anzeigen
IFRS-Verlautbarung Verabschiedung Veröffentlichung im EU-Amtsblatt EU-Erstanwendung
IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ 21.11.2013 09.01.2015 01.07.2014
Verbesserungen der International Financial Reporting ­Standards (2010 bis 2012) 12.12.2013 09.01.2015 01.07.2014
Verbesserungen der International Financial Reporting ­Standards (2011 bis 2013) 12.12.2013 19.12.2014 01.07.2014
IFRIC 21 „Abgaben“ 20.05.2013 14.06.2014 17.06.2014
Verbesserungen der International Financial Reporting ­Standards (2012 bis 2014) 25.09.2014 vorauss. Q3/2015 01.01.2016
IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ 18.12.2014 vorauss. Q4/2015 01.01.2016
IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ und IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ 11.09.2014 vorauss. Q4/2015 01.01.2016
IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ und IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ 18.12.2014 vorauss. Q4/2015 01.01.2016
IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ 06.05.2014 vorauss. Q1/2015 01.01.2016
IFRS 14 „Regulatorische Abgrenzungsposten“ 30.01.2014 offen 01.01.2016
IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 38 „Immaterielle ­Vermögenswerte“ 12.05.2014 vorauss. Q1/2015 01.01.2016
IAS 27 „Einzelabschlüsse“ 12.08.2014 vorauss. Q3/2015 01.01.2016
IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 41 „Landwirtschaft“ 30.06.2014 vorauss. Q1/2015 01.01.2016
IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ 28.05.2014 vorauss. Q2/2015 01.01.2017
IFRS 9 „Finanzinstrumente“ 24.07.2014 vorauss. Q3
oder Q4/2015
01.01.2018

Die Anpassung des IAS19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ fügt ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer (oder Dritte) durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard ein.

Die Interpretation IFRIC51 „Abgaben“ beschäftigt sich mit der Fragestellung der Bilanzierung öffentlicher Abgaben und klärt insbesondere, wann diese Verpflichtungen zur Zahlung als Verbindlichkeiten beziehungsweise Rückstellungen zu erfassen sind.

Mit der Änderung des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ soll der IFRS-Abschluss von unwesentlichen Informationen entlastet und somit das Konzept der Wesentlichkeit hervorgehoben werden.

Die Änderungen an IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ und IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ beheben eine Inkonsistenz zwischen den Vorschriften der genannten Standards bezüglich des Falls der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen beziehungsweise der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Zukünftig ist der Gewinn und Verlust, der aus dem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen entsteht, das in ein Gemeinschaftsunternehmen oder ein assoziiertes Unternehmen eingebracht wird, in voller Höhe beim Investor zu erfassen, wenn die Transaktion einen Geschäftsbetrieb (business) im Sinne des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ betrifft. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.

Der Änderungsstandard „Investmentgesellschaften – Anwendung der Konsolidierungsausnahme“ zu IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ und IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ stellt klar, dass die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses auch für Mutterunternehmen gilt, die selbst Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft sind.

Die Änderung an IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ stellt klar, dass Erwerbe und Hinzuerwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, nach den Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht in Konflikt mit Regelungen des IFRS 11 stehen.

Durch die Regelungen des IFRS 14 „Regulatorische Abgrenzungsposten“ wird es Unternehmen, die erstmals einen IFRS-Abschluss aufstellen, ermöglicht, die im Zusammenhang mit preisregulierten Tätigkeiten angesetzten Abgrenzungsposten ebenfalls im IFRS-Abschluss beizubehalten.

Mit der Änderung des IAS 16 „Sachanlagen“ und des IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ soll klargestellt werden, welche Methoden hinsichtlich der Abschreibung von Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten sachgerecht sind.

Durch die Änderungen an IAS 27 „Einzelabschlüsse“ können Beteiligungen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen im IFRS-Einzelabschluss künftig auch nach der Equity-Methode bilanziert werden.

Die Änderungen an IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 41 „Landwirtschaft“ betreffen die Bilanzierung sogenannter produzierender Pflanzen.

IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ verfolgt das Ziel Prinzipien vorzugeben, auf deren Basis ein Unternehmen über Erlöse und Zahlungsströme aus Verträgen mit Kunden hinsichtlich der Art, des Betrags, des Zeitpunkts und der Unsicherheit informiert. Umsatzerlöse sind nicht mehr mit der Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken zu realisieren, sondern künftig dann, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Die Regelungen und Definitionen des IFRS 15 ersetzen künftig sowohl die Inhalte des IAS 18 „Umsatzerlöse“ als auch des IAS 11 „Fertigungsaufträge“.

IFRS 9 „Finanzinstrumente“ regelt Klassifizierungs- und Bewertungsanforderungen von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Es wird ein neues Wertminderungsmodell für zu erwartende Verluste eingeführt. Des Weiteren wird das Klassifizierungs- und Bewertungsmodell für finanzielle Vermögenswerte für bestimmte Schuldinstrumente um die Kategorie „beizulegender Zeitwert mit Erfassung der Änderungen im Sonstigen Ergebnis“ (Fair Value through Other Comprehensive Income, FVTOCI) erweitert.

Grundsätzlich verzichten wir auf eine freiwillige vorzeitige Anwendung der zuvor genannten neuen oder geänderten Standards sowie der Interpretation. Nach gegenwärtiger Einschätzung erwarten wir hieraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Allerdings werden erweiterte Anhangangaben aus IFRS 9 „Finanzinstrumente“ und IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ erforderlich sein. Die Auswirkung auf die Bilanzierung wird derzeit im KSB Konzern geprüft.

Korrektur nach IAS 8

Bei der Kapitalflussrechnung erfolgte eine Korrektur nach IAS 8.42, da im Vorjahr die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entgegen IAS 7.7 Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als 3 Monaten bis zu 12 Monaten enthielten. Der Betrag dieser Festgelder ist der im Anschluss an die Kapitalflussrechnung dargestellten Überleitung des angepassten Betrages der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf den Bilanzposten Flüssige Mittel zu entnehmen. Diese Anpassung hat keinen Einfluss auf Positionen der Bilanz oder der Gesamtergebnisrechnung sowie auf das Ergebnis je Aktie. Der Anpassungsbetrag im Cashflow aus Investitionstätigkeiten des Vorjahres beträgt 45.003 T€.

Bei den Anhangangaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden zusätzliche Angaben bezüglich des Planvermögens aufgenommen und – wo notwendig – Vorjahresbeträge adjustiert. Diese Anpassung hat ebenfalls keinen Einfluss auf Positionen der Bilanz oder der Gesamtergebnisrechnung sowie auf das Ergebnis je Aktie.

II. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der KSB AG 10 in- und 86 ausländische Gesellschaften (Vorjahr 10 in- und 83 ausländische Gesellschaften) im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Bei diesen Tochtergesellschaften halten wir unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte.

Die thailändische Gesellschaft KSB Pumps Co. Ltd., Bangkok, und die indische Gesellschaft KSB Pumps Limited, Pimpri (Pune), sind in den Kreis der vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen trotz eines Stimmrechtsanteils von unter 50 % einbezogen, da uns das Recht zusteht, die Mehrheit der Mitglieder der Geschäftsführung zu bestellen beziehungsweise die Geschäfts- und Finanzpolitik und somit die Höhe der variablen Rückflüsse zu bestimmen.

Die wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind in den Finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die für den KSB Konzern wesentlichen Tochtergesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen. Der Sitz entspricht dem Land, in dem die Haupttätigkeit durchgeführt wird.

WESENTLICHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN MIT NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN
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Name und Sitz Nicht beherr­schender Anteil am Kapital Auf nicht
beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis nach Ertragsteuern
Akkumulierte nicht beherrschende Anteile
in T € 2014 / 2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
GIW Industries, Inc., USA 49,0 % 1.427 3.463 17.982 13.518
KSB Pumps Limited, Indien 59,5 % 4.709 4.139 44.101 36.199
KSB America Corporation, USA 49,0 % 42 43 19.705 17.315
KSB Shanghai Pump Co. Ltd., China 20,0 % – 2.218 925 11.645 12.686
Einzeln unwesentliche vollkonsolidierte Tochtergesell­schaften mit nicht beherrschenden Anteilen 3.914 5.613 39.286 34.522
Gesamtsumme der nicht beherrschenden Anteile 7.874 14.183 132.719 114.240

Die zusammengefassten Finanzinformationen hinsichtlich der wesentlichen Tochtergesellschaften des KSB Konzerns mit nicht beherrschenden Anteilen sind nachfolgend angegeben. Diese Informationen entsprechen den Beträgen der in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften vor konzerninternen Eliminierungen.

ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ
Tabelle anzeigen
GIW Industries, Inc. KSB Pumps Limited KSB America Corporation KSB Shanghai Pump Co. Ltd.
in T € / 31.12. 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Langfristige Vermögenswerte 38.888 18.616 29.584 25.079 33.205 30.320 30.467 27.530
Kurzfristige Vermögenswerte 54.899 54.456 84.859 64.758 42.578 36.098 134.177 130.187
Langfristige Schulden – 4.769 – 4.527 – 431 – 553 – 518 – 513
Kurzfristige Schulden – 32.928 – 21.570 – 41.143 – 29.524 – 25.997 – 25.008 – 108.488 – 96.278
Nettovermögen 56.090 46.975 72.869 59.760 49.786 41.410 55.638 60.926
ZUSAMMENGEFASSTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Tabelle anzeigen
GIW Industries, Inc. KSB Pumps Limited KSB America Corporation KSB Shanghai Pump Co. Ltd.
in T € 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Umsatzerlöse 117.425 147.525 97.271 92.443 115.588 142.549
Ergebnis nach Ertragsteuern 2.912 7.067 8.671 7.870 2.511 6.956 – 10.754 4.278
Sonstiges Ergebnis 6.203 – 765 6.371 – 10.432 5.865 – 1.828 5.466 – 717
Gesamtergebnis 9.115 6.302 15.042 – 2.562 8.376 5.128 – 5.288 3.561
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Sonstiges Ergebnis 3.039 – 375 3.788 – 6.203 2.874 – 896 1.093 – 143
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 4.466 3.088 8.944 – 1.523 4.104 2.513 – 1.058 712
An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende – 2.165 – 1.149 – 1.462 – 162
ZUSAMMENGEFASSTE KAPITALFLUSSRECHNUNG
Tabelle anzeigen
GIW Industries, Inc. KSB Pumps Limited KSB America Corporation KSB Shanghai Pump Co. Ltd.
in T € 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten 10.522 8.179 4.341 13.529 2.789 6.703 – 1.709 3.962
Cashflows aus Investitionstätigkeiten – 18.131 – 3.690 – 2.114 – 1.422 – 1.391 – 4.336
Cashflows aus Finanzierungs­tätigkeiten 7.525 – 4.418 78 – 4.967 – 9.895 2.163 2.019 – 172
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 84 71 2.305 7.140 – 7.106 8.866 – 1.081 – 546
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 1.114 1.093 18.750 14.397 32.231 24.765 11.377 12.097
Einfluss Wechselkursänderungen 143 – 50 2.244 – 2.787 3.707 – 1.400 1.134 – 174
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 1.173 1.114 23.299 18.750 28.832 32.231 11.430 11.377

Folgende verbundene Unternehmen haben wir zum 1. Januar 2014 erstmals im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:

  • KSB Service Suciba, S.L.U., Loiu-Bizkaia (Spanien)
  • KSB POMPES ET ROBINETTERIES S.à.r.l. d’Associé unique, Casablanca (Marokko)

Diese erstmals einbezogenen verbundenen Unternehmen wurden bereits in Vorjahren erworben oder gegründet. Sie haben zum Ergebnis nach Ertragsteuern mit rund 0,3 Mio. € beigetragen und sich darüber hinaus wie folgt auf die Konzernbilanz ausgewirkt:

Tabelle anzeigen
in T € 2014
Langfristiges Vermögen – 1.971
Kurzfristiges Vermögen 1.751
Aktiva – 220
Eigenkapital – 1.218
Langfristige Schulden 44
Kurzfristige Schulden 954
Passiva – 220

Am 8. September 2014 erhöhte KSB seinen Anteil an der WM Teknikk AS, Ski (Norwegen) von 34 % auf 100 % und erlangte somit Beherrschung über das Unternehmen. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Gesellschaft zu einer vollkonsolidierten Tochtergesellschaft, zuvor war die Einbeziehung als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode erfolgt. Durch die Neubewertung der Altanteile (34 %) zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung entstand ein Aufwand von 0,4 Mio. €, der in dem Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst wurde. Der unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt gehaltene Eigenkapitalanteil belief sich auf 0,1 Mio. €. WM Teknikk AS bietet Serviceleistungen und Ersatzteile für Pumpen und Pumpenanlagen auf dem norwegischen Markt an und ist primär dem Segment Service zugeordnet. Die Beherrschung ermöglicht dem Konzern durch den Zugang zum Kundenstamm von WM Teknikk AS eine bessere Marktbearbeitung in Norwegen.

Da der Buchwert des übernommenen Vermögens höher war als der aus Barmitteln beglichene Kaufpreis (1 NOK), entstand ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,1 Mio. €. Dieser wurde nach kritischer Überprüfung (reassessment) ertragswirksam bei Entstehung behandelt und ist innerhalb der Sonstigen Erträge in der Position „Übrige Erträge“ erfasst.

Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sind mit folgenden beizulegenden Zeitwerten in die Konzernbilanz eingegangen:

Tabelle anzeigen
in T € Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt Bisheriger
Buchwert
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 22
Sachanlagen 48 48
Aktive latente Steuern 23 23
93 71
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 224 224
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 623 623
Flüssige Mittel 178 178
1.025 1.025
 
1.118 1.096
 
Eigenkapital 109 93
 
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern 6
Andere Verbindlichkeiten 431 431
437 431
Kurzfristige Schulden
Andere Verbindlichkeiten 572 572
572 572
 
1.118 1.096

Der beizulegende Zeitwert der Immateriellen Vermögenswerte enthält 22 T€ für Konzessionen und Lizenzen. Der beizulegende Zeitwert der Sachanlagen entfällt mit einem Betrag von 48 T€ vollständig auf Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Wir gehen davon aus, dass die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte vollständig beglichen werden. Der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 555 T€.

Seit dem Übernahmezeitpunkt September 2014 trug die WM Teknikk AS Umsatzerlöse in Höhe von 0,5 Mio. € zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Für das gesamte Geschäftsjahr hätte sie 2,4 Mio. € Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Anteil am Konzernjahresergebnis für den Zeitraum der Konsolidierung betrug – 0,1 Mio. €, für das gesamte Geschäftsjahr wären es – 0,2 Mio. € gewesen.

Die dem KSB Konzern durch den Unternehmenszusammenschluss entstandenen Kosten (vor allem für Rechtsberatungsgebühren) betragen weniger als 0,1 Mio. €. Sie sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den „Anderen Aufwendungen – Verwaltungsaufwand“ erfasst.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ ergaben sich Änderungen zur Einstufung von bisher als assoziierte Unternehmen geführten Beteiligungen des KSB Konzerns. Vier Gesellschaften werden nunmehr als Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen geführt und werden weiterhin nach der Equity-Methode bilanziert, somit ergeben sich keine quantitativen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen oder der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte, gemeinsam ausgeübte Führung einer Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Als assoziiert gelten Unternehmen, auf die der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann.

Neben der erwähnten Veränderung bei der norwegischen WM Teknikk AS, Ski haben wir die KSB Atlantic Pump & Valve Service S.L., Las Palmas de Gran Canaria (Spanien) wegen Einstellung ihrer aktiven Geschäftstätigkeit zum 1. Januar 2014 entkonsolidiert. Der daraus resultierende Ergebniseffekt beträgt – 0,1 Mio. € und ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anderen Aufwendungen unter den „Übrigen Aufwendungen“ ausgewiesen.

Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des KSB Konzerns ist am Ende dieses Konzernanhangs aufgeführt.

Im Februar 2015 haben wir die gesamten Anteile der finnischen NINOMIT VPH-Tekniikka Oy mit Sitz in Oulu zu einem Preis von 0,5 Mio. € übernommen. Damit stärken wir unsere Präsenz in Finnland und verbessern unsere Möglichkeiten vor allem im Breitengeschäft mit Pumpen zu wachsen. Auch für die Entwicklung unseres Ersatzteilgeschäfts sowie unserer Serviceleistungen erwarten wir positive Impulse. Die Gesellschaft hat momentan ein jährliches Umsatzvolumen von etwa 2 Mio. € bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von rund 0,2 Mio. €. Damit ist sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht wesentlich.

Konsolidierungsmethoden

Im Rahmen der Konsolidierung werden Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle vollständig eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen eliminiert. Ebenso werden konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet.

Die Kapitalkonsolidierung folgt der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durch Verrechnung der Anschaffungskosten für die Anteile des Tochterunternehmens mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden neubewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Soweit ein durch die Anwendung der Erwerbsmethode entstandener Geschäfts- oder Firmenwert in einer von der funktionalen Währung des KSB Konzerns abweichenden Währung dotiert, wird er mit dem jeweils aktuellen Stichtagskurs bewertet. Der Ausweis des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt unter den Immateriellen Vermögenswerten und wird mindestens einmal jährlich einem Test der Werthaltigkeit unterzogen. Wird hierbei eine Wertminderung festgestellt, erfolgt die Erfassung des Wertminderungsaufwands. Negative Unterschiedsbeträge werden nach zuvor erfolgter kritischer Überprüfung (reassessment) im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst.

Eigenkapitalanteile, die nicht der KSB AG zuzurechnen sind, werden unter den nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Darstellung in diesem Bericht erfolgt in T€ basierend auf den kaufmännischen Rundungsregelungen.

Die Währungsumrechnung richtet sich nach der funktionalen Währung der einbezogenen Gesellschaften. Die funktionale Währung ist wie im Vorjahr ausschließlich die jeweilige Landeswährung der Gesellschaft, da dort das Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betrieben wird.

In den einzelnen Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Bei monetären Vermögenswerten und Schulden ist für die Folgebewertung der Kurs am Bilanzstichtag maßgeblich. Die Bewertungseffekte werden erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst.

Bei der Umrechnung der nicht in Euro aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs umgerechnet, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung zu Durchschnittskursen (modifizierte Stichtagskursmethode). Effekte aus der Währungsumrechnung der Vermögens- und Schuldposten gegenüber der Umrechnung im Vorjahr sind ergebnisneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst und in den „Währungsumrechnungsdifferenzen“ im Eigenkapital ausgewiesen. Sie belaufen sich auf – 71.152 T€ (Vorjahr – 109.986 T€). Der Einfluss aus der ergebnisneutralen Währungsumrechnung bei Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanziellen Vermögenswerten beträgt 19.639 T€ (Vorjahr – 23.795 T€).

Die Wechselkurse unserer wichtigsten Währungen zu einem Euro betragen:

Tabelle anzeigen
Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2014 31.12.2013 2014 2013
US-Dollar 1,2141 1,3791 1,3289 1,3281
Brasilianischer Real 3,2207 3,2576 3,1235 2,8670
Indische Rupie 76,7190 85,3660 81,0825 77,8711
Chinesischer Yuan 7,5358 8,3491 8,1890 8,1655

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anschaffungskosten

Anschaffungskosten beinhalten neben dem Anschaffungspreis auch Nebenkosten (sofern es sich nicht um einen Unternehmenserwerb handelt) und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen setzen wir ab. Fremdkapitalkosten im Sinne des IAS 23, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden ab 2009 aktiviert. Im Geschäftsjahr sind, wie im Vorjahr, keine angefallen.

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungskosten die fertigungsbezogenen Verwaltungskosten. Allgemeine Verwaltungskosten und Vertriebskosten werden nicht aktiviert. Im Geschäftsjahr sind, wie im Vorjahr, keine angefallen.

Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmen oder bei Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würden. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.

Hinsichtlich der Wertermittlung orientieren wir uns, wo immer möglich, an Einschätzungen der Marktteilnehmer oder daraus abgeleiteten Einschätzungen. In einem ersten Schritt prüfen wir, inwieweit aktuelle Preise auf aktiven Märkten für eine identische Transaktion vorliegen. Sollten keine notierten Marktpreise verfügbar sein, nutzen wir bevorzugt den marktbasierten Ansatz (Ableitung des Zeitwertes aus Markt- oder Transaktionspreisen vergleichbarer Vermögenswerte, zum Beispiel Multiplikatoren) oder den einkommensbasierten Ansatz (Ermittlung des Zeitwertes als Zukunftswert über die Diskontierung zukünftiger Zahlungsmittelüberschüsse).

Basierend auf den in den Bewertungsverfahren verwendeten Inputfaktoren werden beizulegende Zeitwerte in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet.

  • Stufe 1:
    Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden
  • Stufe 2:
    Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt als Preis oder indirekt als Ableitung von Preisen beobachten lassen
  • Stufe 3:
    Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Sofern Inputfaktoren unterschiedlicher Stufen in die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einfließen, ist die Bewertung in ihrer Gesamtheit derjenigen Stufe zuzuordnen, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie erfassen wir zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Im Berichtsjahr gab es keine Umgruppierungen.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden setzen wir in der Konzernbilanz an, wenn KSB Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Sobald die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten auslaufen, werden diese ausgebucht. Finanzielle Verbindlichkeiten buchen wir dann aus, sobald die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, ausgelaufen oder aufgehoben sind. Grundsätzlich bilanzieren wir Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten, die zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen werden, mit dem Wert zum Erfüllungstag, lediglich derivative Finanzinstrumente werden mit dem Wert zum Handelstag bilanziert. Dies betrifft sowohl die sogenannten originären Finanzinstrumente wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen als auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzschulden (jeweils gegenüber fremden Dritten sowie gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungen).

a) Originäre Finanzinstrumente

Im KSB Konzern werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte und ­finanzielle Schulden folgenden Kategorien zugeordnet:

  • Loans and Receivables (LaR) – Kredite und Forderungen Ausleihungen und finanzielle Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notieren
  • Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) – Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet werden. Verbindlichkeiten, die nicht an aktiven Märkten notieren, wie beispielsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Available-for-Sale (AfS) – Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte, die keine derivativen Finanzinstrumente sind und keiner der anderen Bewertungskategorien zugeordnet werden, wie Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften oder Wertpapiere

Der Kategorie „bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen“ ist kein Finanzinstrument zugeordnet.

Bei der erstmaligen Erfassung der Finanzinstrumente bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung basiert grundsätzlich auf dem beizulegenden Zeitwert. Bei Krediten und Forderungen wird die Folgebewertung stets zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode durchgeführt. Von der Fair Value Option machen wir aktuell keinen Gebrauch. Beizulegende Zeitwerte der Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens resultieren aus auf aktiven Märkten notierten Preisen am Bilanzstichtag.

Bewertungsänderungen von Vermögenswerten der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst und als „Bewertung von Finanzinstrumenten“ im Eigenkapital ausgewiesen. Eine Realisierung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt bei Veräußerung oder bei nicht nur vorübergehender Wertminderung (Impairment). Wird kein Vermögenswert ausgebucht, erfolgt eine Umgliederung des kumulierten Sonstigen Ergebnisses in die Gewinn- und Verlustrechnung.

Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Bewertungskategorien haben wir – wie im Vorjahr – nicht vorgenommen.

b) Derivative Finanzinstrumente

Im KSB Konzern werden derivative Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden folgenden Kategorien zugeordnet:

  • Financial Assets Held for Trading (FAHfT) – Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (Sonstige Devisentermingeschäfte)
  • Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) – Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (Sonstige Devisentermingeschäfte)

Derivative Finanzinstrumente setzen wir ausschließlich zu Sicherungszwecken ein. Hierbei sichern wir sowohl bereits bilanzierte Grundgeschäfte (Fair Value-Hedges) als auch zukünftige Zahlungsströme (Cashflow-Hedges) gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich ausschließlich um hochwirksame Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen und Zinsderivate von bonitätsmäßig einwandfreien Banken. Währungsrisiken sichern wir überwiegend bei Transaktionen in US-Dollar (USD). Zins­änderungsrisiken werden bei langfristigen, variabel verzinslichen Kreditaufnahmen minimiert. Eine Konzernrichtlinie regelt den Einsatz dieser Instrumente. Weiterhin unterliegen diese Geschäfte einer ständigen Risikokontrolle.

Liegt ein Cashflow-Hedge vor, werden die Marktwertänderungen der effektiven Teile der Währungsderivate im Sonstigen Ergebnis erfasst und als „Bewertung von Finanzinstrumenten“ im Eigenkapital so lange ausgewiesen, bis das dazugehörige Grundgeschäft zahlungswirksam wird.

Marktwertänderungen von Zinsderivaten zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken von Verbindlichkeiten werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und als „Bewertung von Finanzinstrumenten“ im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Bilanzansätze entsprechen dem beizulegenden Zeitwert und werden auf Basis von Inputfaktoren ermittelt, die sich entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) ergeben. Diese können positiv oder negativ sein. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Betrag, den wir bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag erhalten würden oder zahlen müssten. Dieser Betrag wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten der Vertragspartner ermittelt. Unsere Informationen beziehen wir ausschließlich von anerkannten externen Quellen.

Der Ausweis der Derivate erfolgt in den Anderen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie in den Sonstigen Verbindlichkeiten. Die Laufzeiten der verwendeten Währungsderivate liegen größtenteils bei ein bis zwei Jahren, die der Zinsderivate bei drei bis zehn Jahren. Hierbei sind die Laufzeiten der Sicherungsinstrumente auf den Eintritt der künftigen Transaktionen abgestimmt. Nahezu alle abgesicherten künftigen Transaktionen fanden im Berichtsjahr wie geplant statt.

Immaterielle Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ ausgewiesen. Die zugrunde gelegte wirtschaftliche Nutzungsdauer beträgt zwei bis fünf Jahre.

Sofern der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Fair Value less Cost to Sell) und Nutzungswert (Value in Use) – unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine Wertminderung. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, wird eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Wird der erzielbare Betrag als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt, setzen wir maximal 2 % des jeweiligen beizulegenden Zeitwertes als Veräußerungskosten an. Hinsichtlich der Wertermittlung orientieren wir uns, wo immer möglich, an Einschätzungen der Marktteilnehmer (Stufe 1) oder daraus abgeleiteten Einschätzungen (Stufe 2). Sofern keine Markteinschätzungen vorliegen, greifen wir auf erfahrungsbedingte Annahmen des Managements zurück (Stufe 3). In einem ersten Schritt prüfen wir, inwieweit aktuelle Preise auf aktiven Märkten für eine identische Transaktion vorliegen. Sollten keine notierten Marktpreise verfügbar sein, nutzen wir bevorzugt den marktbasierten Ansatz (Ableitung des Zeitwertes aus Markt- oder Transaktionspreisen vergleichbarer Vermögenswerte, zum Beispiel Multiplikatoren) oder den einkommensbasierten Ansatz (Ermittlung des Zeitwertes als Zukunftswert über die Diskontierung zukünftiger Zahlungsmittelüberschüsse).

Geschäfts- oder Firmenwerte, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 30. März 2004 entstanden sind, haben wir über maximal 15 Jahre abgeschrieben. Die daraus entstandenen kumulierten Abschreibungen wurden, IFRS 3 folgend, zum 1. Januar 2005 mit den historischen Anschaffungskosten verrechnet. Seit 2005 unterliegen die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest, planmäßige Abschreibungen erfolgen nicht mehr. Eine Überprüfung erfolgt auch, sobald Umstände oder Ereignisse eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert nicht wiedererlangt werden könnte. Der Werthaltigkeitstest bezieht sich auf sogenannte zahlungsmittelgenerierende Einheiten (CGUs), die bei KSB grundsätzlich den rechtlichen Einheiten entsprechen. Fallweise ist die Basis auch eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, sofern diese die unterste Ebene darstellt, auf der wir Geschäfts- oder Firmenwerte überwachen. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der CGU, ist der Geschäfts- oder Firmenwert – und, falls erforderlich, weitere Vermögenswerte – in Höhe des Differenzbetrages im Wert zu mindern (in der Gewinn- und Verlustrechnung als Bestandteil der Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen). Die Aufholung eines in früheren Perioden festgestellten Wertminderungsaufwands ist hier nicht zulässig. Bis 1994 zugegangene Geschäfts- oder Firmenwerte sind mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Negative Unterschiedsbeträge, die bis zum 30. März 2004 entstanden sind, haben wir ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Danach entstandene negative Unterschiedsbeträge werden unmittelbar nach zuvor erfolgter kritischer Überprüfung (reassessment) ergebniswirksam erfasst.

Beim Erwerb von Unternehmen führen wir Kaufpreisallokationen durch. Dabei bestimmen wir die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden. Neben den beim Verkäufer bereits bilanzierten Vermögenswerten und Schulden würdigen wir auch marketingbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Marken und Wettbewerbsverbote), kundenbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Kundenlisten, Kundenbeziehungen und Auftragsbestand), vertragsbezogene Sachverhalte (im Wesentlichen besonders vorteilhafte Dienst-, Werk-, Einkaufs- und Arbeitsverträge) sowie technologiebezogene Sachverhalte (im Wesentlichen Patente, Know-how und Datenbanken). Für die Wertfindung bedienen wir uns hierbei vor allem der Residualwertmethode, der Mehrgewinnmethode sowie kostenorientierten Verfahren.

Entwicklungskosten werden als selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern die in IAS 38 beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind und ab dem Zeitpunkt der Aktivierung planmäßig linear abgeschrieben. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Können Forschungs- und Entwicklungskosten innerhalb eines Projektes nicht zuverlässig voneinander getrennt werden, wird von einer Aktivierung abgesehen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bewertet. Sofern der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes unter dessen Buchwert liegt, erfolgt eine Wertminderung. Liegen Gründe für eine in früheren Perioden erfasste Wertminderung nicht mehr vor, wird eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden, soweit sie Sachanlagevermögen betreffen, in einen passivischen Ausgleichsposten eingestellt. Dieser wird planmäßig über einen definierten Nutzungszeitraum aufgelöst. Bei den aktuell bilanzierten Zuwendungen, bei denen Haltefristen zu wahren sind, gehen wir von einer Erfüllung dieser Fristen aus.

Instandhaltungsaufwendungen sind als Aufwand der Periode erfasst, sofern sie nicht zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.

Folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern werden angesetzt:

NUTZUNGSDAUER SACHANLAGEN
Tabelle anzeigen
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre

Leasing

Ein Leasingverhältnis wird in IAS 17 als eine Vereinbarung definiert, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen Zahlung das Recht auf Nutzung eines Vermögenswertes für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Leasingtransaktionen, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen an den Leasingnehmer übergehen, werden als Finanzierungs-Leasing klassifiziert. Ansonsten sind diese Transaktionen als Operating-Leasing zu klassifizieren.

Zu zahlende Leasingraten aus operativem Leasing werden als Aufwand der Periode, in der sie anfallen, verbucht. Bei Finanzierungs-Leasing wird der Vermögenswert zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe erfolgt eine Passivierung der Leasingverbindlichkeit. Der Vermögenswert wird planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Finanzielle Vermögenswerte

Anteile an Beteiligungen bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Lässt sich ein Zeitwert aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht hinreichend verlässlich bestimmen, erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen sind Unternehmen, bei denen die Parteien die gemeinsame Beherrschung ausüben (Gemeinschaftsunternehmen) oder die Möglichkeit besteht, einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- oder Finanzpolitik auszuüben (assoziierte Unternehmen); dies ist üblicherweise bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % gegeben. Sie werden zum Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten aktiviert. Übersteigen diese Anschaffungskosten den Anteil am Nettovermögen, ergeben sich Anpassungen auf Basis des beizulegenden Zeitwertes (anteilige stille Reserven und Lasten). Der verbleibende Betrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Er ist Bestandteil des Buchwerts des Gemeinschaftsunternehmens oder des assoziierten Unternehmens und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In der Folgebewertung werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden oder sonstigen Eigenkapitalveränderungen des Gemeinschaftsunternehmens beziehungsweise des assoziierten Unternehmens erhöht oder vermindert. Sofern es notwendig ist, nehmen wir Anpassungen auf die von uns angewendeten IFRS-Rechnungslegungsstandards vor. Ergebnisanteile werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in einer separaten Position (Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen) erfasst, erfolgsneutrale Veränderungen wie beispielsweise Währungsumrechnungseffekte direkt im Konzern-Eigenkapital. Sofern die Verluste dem Buchwert des Unternehmens entsprechen, erfolgt keine weitere Verlustrealisierung. Zwischengewinne und -verluste aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden erfolgswirksam gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Zu jedem Bilanzstichtag überprüfen wir, ob objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen. Ist dies der Fall, wird der Wertberichtigungsbedarf ermittelt. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag einer Beteiligung, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Eine Wertminderung oder Wertaufholung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst.

Vorräte

Die Vorräte sind gemäß IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt mittels der gewogenen Durchschnittsmethode. Den Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, tragen wir durch Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert Rechnung. Dies gilt auch, wenn die Verkaufserlöse die Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten nicht decken. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, erfolgt eine Wertaufholung.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden aufgrund des sachlichen Bezugs und der erwarteten Realisierung dieser Anzahlungen (durch Umwandlung in Vorräte) innerhalb des normalen Geschäftszyklus ebenfalls hier ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen weisen wir als kurzfristige Verbindlichkeiten aus.

Fertigungsaufträge nach IAS 11

Für Fertigungsaufträge, die unter die Definition des IAS 11 fallen, wenden wir die Percentage-of-Completion-Methode (PoC) dem Leistungsfortschritt entsprechend an. Danach ist ein Fertigungsauftrag ein Vertrag über die kundenspezifische Fertigung einzelner Gegenstände oder einer Anzahl von Gegenständen, die hinsichtlich Design, Technologie und Funktion oder hinsichtlich ihrer Verwendung aufeinander abgestimmt oder voneinander abhängig sind. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich geschätzt werden kann, erfassen wir die Erlöse nach der Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad. Der Fertigstellungsgrad ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten (ohne Materialgemeinkosten) zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten (ohne Materialgemeinkosten). Auftragserlöse sind die vertraglich vereinbarten Erlöse und darüber hinaus erhobene Nachforderungen und Prämien, sofern diese jeweils wahrscheinlich zu Erlösen führen und verlässlich ermittelbar sind. Die Auftragserlöse können, beispielsweise aufgrund von Preisgleitklauseln, Nachverhandlungen oder Vertragsstrafen, von Periode zu Periode variieren. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich gedeckt werden können und die Auftragskosten in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Der Ausweis der anteiligen vertraglich fixierten Auftragserlöse abzüglich der darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen erfolgt – je nach Saldo – in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten oder innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der Periodeneffekt ist in der Gewinn- und Verlustrechnung Bestandteil der Umsatzerlöse. Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo sind in den Übrigen Rückstellungen enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Niedrig verzinsliche oder unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Darüber hinaus berücksichtigen wir mittels Wertberichtigungskonten erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen sowie auf Erfahrungswerten beruhende Wertberichtigungen. Liegt eine in früheren Perioden festgestellte Wertminderung nicht mehr vor, erfolgt eine Zuschreibung.

Das Ausfallrisiko unserer Forderungen sichern wir zum Teil ab (nähere Ausführungen befinden sich im Kapitel „Finanzwirtschaftliche Risiken – Kreditrisiko“).

Die hier enthaltenen Rechnungsabgrenzungen sind Abgrenzungen für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, welche erst nach dem Bilanzstichtag Aufwand darstellen.

Flüssige Mittel

Flüssige Mittel umfassen Zahlungsmittel (Barmittel und Sichteinlagen) und Zahlungsmitteläquivalente (kurzfristige, hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen) sowie Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als 3 bis zu 12 Monaten. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein wird. Hat sich der Konzern zu einer Veräußerung verpflichtet, die mit einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen einhergeht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern die genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Die Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen der als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern ermitteln wir gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode (Liability-Methode) auf Basis der jeweils gültigen oder für die Zukunft beschlossenen individuellen Landessteuersätze. Somit entstehen latente Steuern grundsätzlich dann, wenn sich steuerliche Wertansätze von solchen nach IFRS unterscheiden und dies zu künftigen steuerlichen Be- oder Entlastungen führt. Weiterhin aktivieren wir latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern es hinreichend wahrscheinlich ist, dass sich diese Verlustvorträge zeitnah nutzen lassen. Zusätzlich werden latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen berücksichtigt. Latente Steuern werden nicht abgezinst. Eine Saldierung von Aktiven und Passiven latenten Steuern wird immer dann vorgenommen, wenn diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Veränderungen der latenten Steuern in der Konzernbilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand beziehungsweise -ertrag. Wird ein Sachverhalt allerdings direkt im Sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, so wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß IAS 19 werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Sie basieren auf leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Bewertung erfolgt mittels des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode).

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst und in den „Versicherungsmathematischen Gewinnen / Verlusten aus IAS 19“ im Eigenkapital ausgewiesen. Die versicherungsmathematischen demografischen Annahmen sowie die Festlegung des echnungszinses (abgeleitet aus erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen) und anderer Bewertungsparameter (zum Beispiel Einkommens- und Rententrends) erfolgen auf Basis bestmöglicher Schätzung.

Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Rechnungszinses mit der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) oder dem Nettovermögenswert, der sich ergibt, sofern das Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt.

Die leistungsorientierten Kosten beinhalten den Dienstzeitaufwand, der im Personalaufwand unter Aufwendungen für Altersversorgung enthalten ist sowie den Nettozinsaufwand oder -ertrag auf die Nettoschuld oder den Nettoveräußerungswert, der im Finanzergebnis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen oder unter Zinsen und ähnliche Erträge erfasst wird.

KSB-Gesellschaften, die beitragsorientierte Altersversorgungssysteme nutzen, bilden keine Rückstellungen. Hier wird die Prämienzahlung unmittelbar als Aufwand für Altersversorgung im Personalaufwand der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Diese Gesellschaften haben außer der Verpflichtung zur Prämienzahlung keine weiteren Verpflichtungen, somit verbleibt das versicherungstechnische Risiko bei den Versicherungsnehmern.

b) Andere Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn aus einem in der Vergangenheit eingetretenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Außenverpflichtung entstanden ist, der sich das Unternehmen nicht entziehen kann, und zur Erfüllung dieser Verpflichtung der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist sowie die Höhe dieser Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellung entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag. Sofern annähernd sichere Rückgriffs- oder Erstattungsansprüche bestehen, bilanzieren wir diese als separaten Vermögenswert.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden nur dann gebildet, sofern die in IAS 37 genannten Kriterien erfüllt sind.

Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern dies von wesentlicher Bedeutung ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten, die der Kategorie FLAC zuzuordnen sind, werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Eventualschulden (Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen)

Die nicht bilanzierten Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren mögliches Eintreten erst durch zukünftige ungewisse Ereignisse bestimmt wird. Ferner kann es sich um gegenwärtige Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit handeln, bei denen ein Ressourcenabfluss möglich, aber nicht wahrscheinlich ist.

Die Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Erträge und Aufwendungen

Umsatzerlöse umfassen die an Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen. Dies betrifft einerseits Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren aus Herstellung, Vertrieb und Handel von Maschinen, Anlagen und anderen industriellen Erzeugnissen, insbesondere von Pumpen und Armaturen. Daneben werden Umsätze aus Servicedienstleistungen sowie Lizenzerträge periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt gemäß IAS 18, sobald die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, also grundsätzlich dann, wenn die Waren oder Erzeugnisse geliefert beziehungsweise die Leistungen erbracht worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Zum Zeitpunkt der Erlösrealisierung muss der Erhalt der Gegenleistung wahrscheinlich und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmbar sein sowie die zugehörigen Kosten und mögliche Warenrücknahmen verlässlich geschätzt werden können. Grundsätzlich realisieren wir Umsatzerlöse aus der Lieferung von Standardprodukten bei Übergabe an den Spediteur. Bei einigen internationalen Warenlieferungen vollzieht sich der Gefahrenübergang vertragsgemäß erst beim Verladen der Güter auf ein Frachtschiff im Hafen oder bei Übergabe an den Kunden im Bestimmungsland. Dann wird die Umsatzrealisierung auf Grundlage der jeweils vertraglich vereinbarten INCOTERMS vorgenommen. Bei bestimmten Lieferungen und Leistungen ist für die Realisation der Umsatzerlöse darüber hinaus eine Abnahmeerklärung durch den Kunden notwendig.

In Einzelfällen und unter engen Voraussetzungen erfolgt eine Umsatzrealisierung bereits vor Übergabe der Ware (sogenannte Bill-and-hold-Vereinbarungen).

Bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden Umsätze nach dem Leistungsfortschritt (Percentage-of-Completion Methode) erfasst. Hier wenden wir die sogenannte cost-to-cost-Methode an, nach der die zu Beginn des Kundenauftrags bestimmten Erlöse den geschätzten Kosten gegenüber gestellt werden und der Umsatz einer Periode sich nach dem anhand der angefallenen Kosten bemessenen Leistungsfortschritt ermittelt; siehe hierzu im Einzelnen die Erläuterungen zu „Fertigungsaufträge nach IAS 11“.

Erlösschmälerungen mindern die Umsatzerlöse.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.

Dividendenerträge aus Beteiligungen werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung vereinnahmt.

Betriebliche Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls oder mit Inanspruchnahme der Leistung ergebniswirksam.

Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen der Konzern tätig ist, ermittelt. Latente Steuern werden anhand der dort jeweils gültigen oder für die Zukunft beschlossenen Ertragsteuersätze ermittelt.

Einschätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, müssen Einschätzungen und Annahmen mit Auswirkungen auf die anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze getroffen werden.

Im Rahmen der Umsetzung dieser Rechnungslegungsgrundsätze beeinflussen Einschätzungen und Annahmen die im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie deren Darstellung. Diese Einschätzungen und Annahmen beruhen auf Erkenntnissen der Vergangenheit und verschiedenen sonstigen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von diesen Einschätzungen und Annahmen abweichen. Wir prüfen laufend die getroffenen Einschätzungen und Annahmen. Liegen neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vor, erfolgen Anpassungen an die neuen Gegebenheiten. Werden Einschätzungen oder Annahmen geändert und ergeben sich hieraus wesentliche Abweichungen, werden diese gesondert erläutert.

Wertminderungsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte, die mindestens einmal jährlich erfolgen, erfordern die Schätzung der erzielbaren Beträge der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU). Diese entsprechen dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Das auf Basis dieser Schätzungen prognostizierte Ergebnis wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, beispielsweise sind dies Währungskursschwankungen, der Integrationsfortschritt in den Konzern oder die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung dieser Einheiten. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogenen Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte sind ebenfalls Einschätzungen und Annahmen vorzunehmen. Für die einzelnen Vermögenswerte ist zu verifizieren, inwieweit Anhaltspunkte für eine Abwertung vorliegen. Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrages von Sachanlagen ist beispielsweise die Ansetzung der relevanten Nutzungsdauer mit Unsicherheiten behaftet. Für die Bewertung zweifelhafter Forderungen liegen Prognosen zur Kreditwürdigkeit der Kunden zugrunde. Eine wesentliche Veränderung der Annahmen oder Umstände kann zukünftig zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen generieren.

Für Fertigungsaufträge mit Kunden im Projektgeschäft realisieren wir Umsatzerlöse nach der Percentage-of-Completion-Methode entsprechend dem Leistungsfortschritt, welchen wir über den Fertigstellungsgrad ermitteln. Dies erfordert Schätzungen hinsichtlich der gesamten Auftragskosten und Auftragserlöse, der Auftragsrisiken sowie anderer maßgeblicher Größen. Diese Einschätzungen werden regelmäßig von den operativ Verantwortlichen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer , insbesondere der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Wesentliche Faktoren sind hier die anzusetzenden marktadäquaten Abzinsungssätze sowie Lebenserwartungen. Aufgrund sich verändernder Markt- und Wirtschaftsbedingungen können die getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Dies kann wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellungen und somit auf die gesamte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Andere Rückstellungen bilanzieren wir auf Basis der bestmöglichen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit künftiger Nutzenabflüsse. Der spätere tatsächliche Nutzenabfluss kann allerdings aufgrund geänderter wirtschaftlicher, politischer oder rechtlicher Rahmenbedingungen hiervon abweichen, was sich in Mehraufwendungen oder Auflösungserträgen widerspiegelt.

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist die weltweite Ausrichtung unserer Aktivitäten zu berücksichtigen. Aufgrund unserer operativen Tätigkeit in einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichen Steuergesetzen und Verwaltungsauffassungen sind differenzierte Beurteilungen bei den Bestimmungen unserer Steuerverbindlichkeiten erforderlich. Unsicherheiten bestehen möglicherweise aufgrund der unterschiedlichen Interpretation von Sachverhalten durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Obwohl wir davon ausgehen, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben, ist es möglich, dass die tatsächliche Steuerlast von unserer ursprünglich getroffenen Einschätzung abweicht. Hinsichtlich künftiger Steuervorteile beurteilten wir zu jedem Bilanzstichtag deren Realisierbarkeit. Daher bilden wir Aktive latente Steuern nur dann, sofern künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Bei der Abschätzung dieses künftig verfügbaren steuerpflichtigen Einkommens ist zu beachten, dass angenommene künftige Geschäftsentwicklungen mit Unsicherheiten behaftet sind und sich teilweise der Steuerung durch die Unternehmensleitung entziehen (zum Beispiel Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung). Kommen wir zu der Erkenntnis, dass aufgrund geänderter Annahmen zuvor bilanzierte Aktive latente Steuern nicht realisiert werden können, erfolgt eine Wertberichtigung in entsprechender Höhe.

Fristigkeiten

Als kurzfristig gilt grundsätzlich ein Zeitraum bis zu einem Jahr.

Vermögenswerte, die sich erst nach mehr als 12 Monaten realisieren lassen sowie Schulden, die erst nach mehr als 12 Monaten fällig werden, gelten ebenfalls als kurzfristig, sofern sie dem in IAS 1 definierten Geschäftszyklus zuzuordnen sind.

Vermögenswerte und Schulden, die nicht kurzfristig sind, gelten als langfristig.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte
Tabelle anzeigen
in T € Konzessionen, gewerbliche Schutz­rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts-
oder Firmenwerte
Geleistete Anzahlungen Immaterielle Vermögenswerte gesamt
Anschaffungs- / Herstellungskosten 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Stand 1.1. 56.046 58.658 99.785 89.287 2.733 1.187 158.564 149.132
Veränderung Konsolidierungskreis 2 19 524 12.677 526 12.696
Währung 1.047 – 1.938 2.710 – 1.645 3.757 – 3.583
Sonstiges – 15 47 – 15 47
Zugang 1.583 1.583 13 5.812 2.636 7.395 4.232
Zugang aus Unternehmens­ zusammenschluss 22 22
Abgang 248 3.467 547 2 250 4.014
Umbuchung 7 1.144 – 1.090 7 54
Umbuchung zur Veräußerung ­gehaltene Vermögenswerte – 165 – 165
Stand 31.12. 58.279 56.046 103.019 99.785 8.543 2.733 169.841 158.564
 
Kumulierte Abschreibungen 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Stand 1.1. 43.789 42.635 3.473 3.873 47.262 46.508
Währung 580 – 727 12 – 7 592 – 734
Sonstiges – 15 23 – 15 23
Zugang 4.197 5.300 6.754 154 10.951 5.454
Abgang 225 3.442 547 225 3.989
Umbuchung
Umbuchung zur Veräußerung ­gehaltene Vermögenswerte – 165 – 165
Stand 31.12. 48.161 43.789 10.239 3.473 58.400 47.262
Nettowert 31.12. 10.118 12.257 92.780 96.312 8.543 2.733 111.441 111.302

Im Geschäftsjahr haben wir, wie im Vorjahr, keine Entwicklungskosten aktiviert, da die in IAS 38 definierten, umfangreichen Aktivierungsvoraussetzungen nicht vollständig gegeben waren. Die Position „Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten“ enthält 8,6 Mio. € (Vorjahr 10,3 Mio. €) Software inkl. Softwarelizenzen mit begrenzter Nutzungsdauer.

Unsere Werthaltigkeitsprüfung führen wir einmal jährlich durch. Ergibt sich aufgrund eines besonderen Sachverhalts die Notwendigkeit einer zusätzlichen Überprüfung („triggering event“), erfolgt diese zeitnah.

Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags (Nutzungswert) verwenden wir das Discounted Cashflow-Verfahren. Die angesetzten künftigen Ergebnisse (EBIT nach IFRS) haben wir einer Mehrjahresfinanzplanung (grundsätzlich maximal fünf Jahre) entnommen, deren Basis im Dezember unter Berücksichtigung der vom Management genehmigten mittelfristigen Ausrichtung für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit verabschiedet wurde. Diese Planung führten wir mit Prämissen durch, zu deren Festlegung wir uns sowohl der Prognosen externer Quellen, beispielsweise aktuelle Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)-Veröffentlichungen, als auch unserer erfahrungsbedingten eigenen Kenntnisse der Märkte und Wettbewerber bedienten. Dabei schreiben wir das Ergebnis des letzten Planjahres in die Zukunft als ewige Rente fort, weil wir das letzte Planjahr als für die Zukunft nachhaltig erreichbar einstufen. Wachstumsraten leiten wir unter der Berücksichtigung der Inflationsrate sowie Einschätzungen hinsichtlich der regionalen und segmentspezifischen Gegebenheiten ab. Wir haben Wachstumsraten zwischen 0,50 % und 1,25 % (Vorjahr zwischen 0,75 % und 1,25 %) angesetzt.

Die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten enthalten keine Posten aus Steuern und aus Finanzierungsaktivitäten.

Für die Bestimmung des Diskontierungsfaktors wird das Verfahren der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten Weighted Average Cost of Capital (WACC) in Verbindung mit dem Capital-Asset-Pricing-Model (CAPM) unter Berücksichtigung einer Peer-Group herangezogen, wonach zunächst Eigenkapitalkosten mithilfe des CAPM sowie die Fremdkapitalkosten zu bestimmen sind und danach mit der Kapitalstruktur unter Berücksichtigung der Peer-Group gewichtet werden. Als Basiszins wurde der Zins einer risikofreien Bundesanleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren zugrunde gelegt. Er beträgt im Berichtsjahr 2,1 % (Vorjahr 2,8 %). Die Marktrisikoprämie haben wir unverändert mit 5,75 % angesetzt, der dabei verwendete Beta-Faktor beträgt 1,06 (Vorjahr 1,00). Darüber hinaus werden individuell für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) die länderspezifischen Steuersätze sowie Länderrisikoprämien berücksichtigt.

Diskontierungszinssätze
Tabelle anzeigen
vor Steuern in % (Value in Use) 2014 2013
Gesellschaften in Deutschland 10,7 – 11,0 10,6 – 10,9
Gesellschaften in den Niederlanden 10,2 10,3
Gesellschaften in Italien 14,8 – 15,7 14,4 – 15,5
Gesellschaften in den USA 11,8 11,6
Gesellschaften in Südafrika 14,2 14,0
Gesellschaften in den übrigen Ländern Europas 9,8 – 15,2 9,9 – 15,4
 
nach Steuern in % (Fair Value less Cost to Sell) 2014 2013
Gesellschaften in Südkorea 9,1 9,0
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Tabelle anzeigen
Bezeichnung der CGU / in T € 31.12.2014 31.12.2013
KSB Seil Co., Ltd. (Südkorea) 26.285 24.001
DP industries B.V. (Niederlande) 18.285 18.285
REEL s.r.l. (Italien) 9.681 9.681
Société de travaux et Ingénierie Industrielle (ST II) (Frankreich) 5.689 5.689
KSB SERVICE MEDIATEC S.A.S. (Frankreich) 3.179 3.179
Dynamik-Pumpen GmbH (Deutschland) 3.150 3.150
Uder Elektromechanik GmbH (Deutschland) 2.980 2.980
KSB Service Centre-Est S.A.S. (Frankreich) 2.609 2.609
KSB Pumps (S.A.) (Pty) Ltd. (Südafrika) 2.120 2.043
KSB Finland Oy (Finnland) 1.764 1.764
KSB SERVICE ETC S.A.S. (Frankreich) 1.412 1.412
77.154 74.793
Erstmals 2014 einbezogene Gesellschaft:
KSB Service Suciba, S.L.U. (Spanien) 524
524
Sonstige 20 (Vorjahr 23) Gesellschaften 15.102 21.519
Gesamt 92.780 96.312

Die jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung ergab Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte bei den nachfolgend genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

WERTMINDERUNGSAUFWAND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Tabelle anzeigen
Bezeichnung der CGU Segment Diskontie­rungsfaktor Erzielbarer Ertrag T€ Wertminde­rungsaufwand 2014 in T€
KSB Service Est S.A.S. (Frankreich) Service 13,2 % 4.410 647
KSB Italia S.p.A. (Italien) Pumpen 15,7 % 23.452 3.710
KSB Service EITB-SITELEC S.A.S. (Frankreich) Service 10,5 % 2.566 1.944
Metis Levage S.A.S. (Frankreich) Service 13,3 % 488 453
Gesamt 6.754

Die zuvor durchgeführten Wertminderungen resultieren aus anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Die Werthaltigkeitsprüfung 2013 ergab für die zahlungsmittelgenerierende Einheit KSB Singapore (Asia Pacific) Pte Ltd einen Wertminderungsaufwand von 154 T€ aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten für ein Geschäftsfeld des Konzernbereichs Pumpen in Malaysia.

Der Wertminderungsaufwand ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ erfasst.

Die Erhöhung des jeweiligen Diskontierungsfaktors um 5 % als die für möglich gehaltene realistische Änderung einer wesentlichen Grundannahme, auf der wir die Bestimmung des erzielbaren Betrages der Einheit aufgebaut haben, würde lediglich bei der KSB Service Est S.A.S. (Frankreich) zu einem weiteren Abwertungsbedarf von rund 0,2 Mio. € führen. Im Vorjahr wäre ein Abwertungsbedarf von rund 1,9 Mio. € entstanden (davon 1,0 Mio. € die KSB Italia S.p.A., Segment Pumpen, und 0,8 Mio. € die KSB ITUR Spain, Segment Pumpen, betreffend).

DETAILINFORMATIONEN ZU WESENTLICHEN FIRMENWERTEN
Tabelle anzeigen
Zahlungsmittel­generierende Einheit Verfahren Buchwert Firmenwert in Mio. € Anteil am Gesamt­firmenwert Diskontie­rungszinssatz Grundannahmen Unternehmensplanung Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahme
KSB Seil Co., Ltd. Fair Value less Cost to Sell (berücksichtigte Veräußerungskosten 1 %) 26,3 28 % 9,1 %
nach Steuern
  • verbesserte Konjunktur­erwartung Schiffbau (Flüssiggastanker) und damit einhergehende verbesserte Wachstumsraten der Märkte
  • wenig veränderte Wechselkurse
Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Rahmendaten und externer Marktstudien
DP industries B.V. Value in Use 18,3 20 % 10,2 %
vor Steuern
  • erhöhter Kundenfokus
  • moderate Wachstums­raten der Märkte
Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Rahmendaten und konzerninterner Einschätzung der betreffenden Einkaufs- und Verkaufs-abteilungen
REEL s.r.l. Value in Use 9,7 10 % 14,8 %
vor Steuern
  • erhöhter Kundenfokus
  • verbesserte Energie­effizienz und damit einhergehend attraktivere Wachstumsraten der Märkte
Berücksichtigung externer Marktdaten und volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen

Die Geschäftsentwicklung der KSB Seil Co., Ltd. ist eng verbunden mit der konjunkturellen Entwicklung der langzyklischen Schiffbauindustrie. Dies dokumentieren auch unsere verwendeten Studien zur Marktentwicklung aus externen Quellen, die Prognosen für die nächsten sieben Jahre beinhalten. Dementsprechend haben wir für den Impairmenttest dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit einen Betrachtungszeitraum von sieben Jahren anstelle der von uns üblicherweise angesetzten fünf Jahre gewählt.

Bei der Ermittlung des Fair Values less Cost to Sell erfolgt die Einstufung nach IFRS 13 für die südkoreanische KSB Seil Co., Ltd. in Stufe 3. Die im Rahmen des Discounted-Cashflow-Verfahrens angesetzten Inputfaktoren basieren großteils auf beobachtbaren Marktdaten (Basiszinssatz) oder frei zugänglichen Informationen (zum Beispiel Länderrisikoeinstufung, Steuersätze, Beschaffungspreise, Verkaufspreise, Marktstudien).

Im Berichtsjahr waren, wie im Vorjahr, keine Wertminderungen auf andere Immaterielle Vermögenswerte vorzunehmen.

2
Sachanlagen
Entwicklung der Sachanlagen
Tabelle anzeigen
in T € Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen gesamt
Anschaffungs- / Herstellungskosten 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Stand 1.1. 313.360 312.089 494.511 483.766 193.236 191.201 8.992 19.337 1.010.099 1.006.393
Veränderung Konsolidierungskreis 5.181 67 729 146 412 2 215 6.322
Währung 8.384 – 11.153 13.582 – 14.963 4.645 – 7.853 1.620 – 1.082 28.231 – 35.051
Sonstiges – 826 16 – 6 191 149 50 – 33 – 716 257
Zugang 9.436 5.091 19.196 21.611 16.880 18.515 32.157 7.631 77.669 52.848
Zugang aus Unternehmens­zusammenschluss 48 48
Abgang 348 1.052 3.943 7.868 9.515 10.260 1.079 121 14.885 19.301
Umbuchung 2.525 4.503 4.607 11.045 161 1.171 – 7.300 – 16.773 – 7 – 54
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 1.315 – 69 – 69 – 1.315
Stand 31.12. 332.531 313.360 528.014 494.511 205.681 193.236 34.359 8.992 1.100.585 1.010.099
 
Kumulierte Abschreibungen 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Stand 1.1. 125.694 121.355 311.939 299.512 129.605 124.931 567.238 545.798
Währung 3.112 – 2.200 8.064 – 7.919 3.116 – 5.150 14.292 – 15.269
Sonstiges – 18 16 – 81 213 202 46 103 275
Zugang 7.797 7.660 28.389 27.610 19.067 19.439 55.253 54.709
Abgang 43 1.018 3.430 7.470 8.603 9.657 12.076 18.145
Umbuchung 11 320 – 7 – 320 – 4
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 130 – 33 – 33 – 130
Stand 31.12. 136.542 125.694 345.201 311.939 143.034 129.605 624.777 567.238
Nettowert 31.12. 195.989 187.666 182.813 182.572 62.647 63.631 34.359 8.992 475.808 442.861

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen sind im Anlagevermögen gemäß IAS 17 aktiviert. Gegenläufig sind entsprechende Finanzschulden passiviert. Der Buchwert dieser aktivierten Vermögenswerte beträgt 2.644 T€ (Vorjahr 3.016 T€), davon entfallen 1.347 T€ (Vorjahr 1.437 T€) auf Grundstücke und Bauten, 133 T€ (Vorjahr 319 T€) auf Technische Anlagen und Maschinen sowie 1.164 T€ (Vorjahr 1.260 T€) auf Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

2013 wurde die Schließung eines kleineren Produktionsstandortes des Segments Armaturen in Deutschland beschlossen. Die dortige Immobilie sollte im Jahre 2014 veräußert werden und wurde aus diesem Grund gemäß IFRS 5 in einer gesonderten Bilanzposition, innerhalb des kurzfristigen Vermögens, ausgewiesen (Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte). Aufgrund mangelnder Marktliquidität war trotz verschiedener Verkaufsaktivitäten eine Veräußerung bisher noch nicht möglich. Wir halten unverändert an der Veräußerungsabsicht fest. Der Buchwert beträgt wie im Vorjahr 1.185 T€.

Des Weiteren gab der KSB Konzern die Beherrschung über ein in Deutschland ansässiges Tochterunternehmen (Segment Service) im Februar 2015 durch Anteilsverkauf auf. Dementsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe behandelt. Es waren keine Abschreibungen auf die Veräußerungsgruppe durchzuführen, da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht unter dem Buchwert lag. Es sind ebenfalls keine kumulierten Erträge und Aufwendungen, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe stehen, im Sonstigen Ergebnis enthalten. Die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden gliedern sich wie folgt:

Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagen 36
Vorräte 429
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 420
Zahlungsmittel 164
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.049
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2014
Rückstellungen 63
Verbindlichkeiten 146
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 209

Keine Sachanlagen (Vorjahr 5.491 T€) sind zur Sicherung von Bankschulden und Verbindlichkeiten auf Basis üblicher Bedingungen sicherungsübereignet. Erläuterungen zum Bestellobligo befinden sich in Kapitel „IX. Sonstige Angaben“ dieses Konzernanhangs.

Aus dem Abgang von Sachanlagevermögen sind Buchgewinne von 3.646 T€ (Vorjahr 1.487 T€) und Buchverluste von 578 T€ (Vorjahr 653 T€) entstanden. Der Ausweis der Buchgewinne und -verluste erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen Erträgen und den Anderen Aufwendungen.

Wir haben wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Sachanlagen vorgenommen.

3
Finanzielle Vermögenswerte
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2014 31.12.2013
Sonstige Beteiligungen 3.941 7.154
Wertpapiere 661 650
Ausleihungen 2.718 2.628
7.320 10.432

Von den Ausleihungen entfallen wie im Vorjahr keine auf Ausleihungen an Beteiligungen.

4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ ergaben sich Änderungen zur Einstufung für vier der insgesamt fünf bisher als assoziierte Unternehmen geführten Beteiligungen des KSB Konzerns, welche nunmehr als Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen geführt und weiterhin nach der Equity-Methode bilanziert werden. Quantitative Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich somit nicht.

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den KSB Konzern wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen aufgeführt. Der Sitz entspricht dem Land, in dem die Haupttätigkeit durchgeführt wird. Sämtliche Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert und sind ebenfalls der Anteilsbesitzliste in diesem Konzernanhang zu entnehmen. Der Anteil am Kapital entspricht dem Anteil der Stimmrechte.

WESENTLICHE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Tabelle anzeigen
Name und Sitz Anteil am Kapital Art der Beteiligung
KSB Pumps Arabia Ltd., Saudi-Arabien 50,00 % KSB Pumps Arabia Ltd. in Riad, Saudi-Arabien, bietet eine breite Palette von Dienstleistungen und Aktivitäten für den Energiemarkt sowie für Wasser-, Abwasser- und Haustechnik-Anwendungen. Hierzu gehören Business Development und Marketing, Supply-Chain-Management, Fertigung von Druckerhöhungsanlagen und Pumpenaggregaten, Verkauf von Pumpen, Armaturen und Systemen und technische Service-Aktivitäten. KSB Pumps Arabia Ltd. ist wichtig für das Wachstum des Konzerns auf dem saudi-arabischen Markt.
Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd., China 45,00 % Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd. in Shanghai, China, stellt geeignete Hilfspumpen für den Sekundärkreislauf sowie moderne Hauptkühlmittelpumpen für den Primärkreislauf von Kernkraftwerken her. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd. stellt eine strategische Partnerschaft für den Konzern dar. Dadurch partizipiert KSB am Ausbau der Energiekapazitäten in China und anderen asiatischen Märkten.

Beide oben genannten Gemeinschaftsunternehmen sind nicht börsennotierte Gesellschaften und daher gibt es keinen verfügbaren aktiven Marktwert.

Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich dieser wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des KSB Konzerns sind nachfolgend angegeben.

ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ
Tabelle anzeigen
KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T€ 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 2.824 737 92.273 75.368
Kurzfristige Vermögenswerte 31.805 20.418 50.354 28.503
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 353 364 3.065 5.162
Langfristige Schulden – 736 – 525 – 45.013 – 49.786
davon langfristige finanzielle ­Schulden (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen) – 40.693 – 44.457
Kurzfristige Schulden – 20.278 – 10.493 – 60.583 – 20.775
davon kurzfristige finanzielle ­Schulden (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen) – 5.905 – 2.478 – 7.914 – 3.488
Nettovermögen 13.615 10.137 37.031 33.310
ZUSAMMENGEFASSTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Tabelle anzeigen
KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T€ 2014 2013 2014 2013
Umsatzerlöse 39.460 34.143 33.998 19.712
Planmäßige Abschreibungen 127 92 9.519 7.182
Zinserträge 3 6 12 9
Zinsaufwendungen – 80 – 43 – 1.722 – 886
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 4.378 5.495 186 121
Ertragsteuern – 1.998 – 1.099 – 70 – 30
Ergebnis nach Steuern aus fort­zuführenden Geschäftsbereichen 2.380 4.396 116 91
Ergebnis nach Steuern aus auf­gegebenen Geschäftsbereichen
Sonstiges Ergebnis 1.611 – 459 3.605 – 521
Gesamtergebnis 3.991 3.937 3.721 – 430
Vom Gemeinschaftsunternehmen erhaltene Dividenden 257 1.305
ÜBERLEITUNG ZUM BUCHWERT DES KONZERNANTEILS AN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Tabelle anzeigen
KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T € 2014 2013 2014 2013
Nettobuchwert 1.1. 10.137 8.811 33.310 33.740
Ergebnis nach Ertragsteuern 2.380 4.396 116 91
Dividendenausschüttung – 513 – 2.611
Sonstiges Ergebnis 1.611 – 459 3.605 – 521
Nettobuchwert 31.12. 13.615 10.137 37.031 33.310
Anteil am Gemeinschaftsunternehmen (50 % / 45 %) 6.807 5.069 16.664 14.990
Zwischenergebniseliminierung – 1.891
Geschäfts- oder Firmenwert
Buchwert 31.12. 6.807 5.069 14.773 14.990
ZUSAMMENFASSENDE INFORMATIONEN FÜR GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE ­UNTERNEHMEN, DIE EINZELN UNWESENTLICH SIND
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in T € Gemeinschafts­unternehmen 2014 Assoziierte Unternehmen 2014 Gesamt
2014
Gemeinschafts­unternehmen 2013 Assoziierte Unternehmen 2013 Gesamt
2013
Anteil des Konzerns am Ergebnis aus ­fortgeführten Geschäftsbereichen 132 547 679 834 387 1.221
Anteil des Konzerns am Sonstigen Ergebnis 290 290 – 77 – 61 – 138
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 422 547 969 757 326 1.083
Summe der Buchwerte der Konzern­anteile an diesen Unternehmen 5.087 1.334 6.421 4.760 1.798 6.558

Am 8. September 2014 erwarb der KSB Konzern 66 % der Anteile und Stimmrechtsanteile an der norwegischen WM Teknikk AS, Ski. Dadurch stieg der Eigenkapitalanteil des Konzerns an dem Unternehmen von 34 % auf 100 % und der Konzern erlangte Beherrschung über das Unternehmen. WM Teknikk AS wurde ab diesem Zeitpunkt zu einer vollkonsolidierten Tochtergesellschaft. Dementsprechend beinhaltet die vorstehende Tabelle nur die Ergebnisse für den Zeitraum 1. Januar bis zum 7. September 2014.

Es gibt keine nicht erfassten anteiligen Verluste aus der Equity-Konsolidierung. Im Vorjahr betrug der kumulative Verlustanteil von assoziierten Unternehmen 0,1 Mio. €. Im Rahmen der Entkonsolidierung der KSB Atlantic Pump & Valve Service S.L., Las Palmas de Gran Canaria (Spanien) ist dieser im Berichtsjahr realisiert worden.

5
Vorräte
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in T € 31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 161.789 153.715
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 149.056 147.009
Fertige Erzeugnisse und Waren 115.961 105.152
Geleistete Anzahlungen 23.020 17.972
449.826 423.848

In Höhe von 67.990 T€ (Vorjahr 70.785 T€) sind Vorräte zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Wertminderungen betragen 2.601 T€ (Vorjahr 6.667 T€). Wertaufholungen aufgrund von Neueinschätzungen in Höhe von 4.295 T€ (Vorjahr 696 T€) haben wir dann vorgenommen, wenn der aktuelle Nettoveräußerungswert über dem des Vorjahres liegt. Vorräte in Höhe von 875.366 T€ (Vorjahr 917.235 T€) sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden.

6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
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in T € 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 496.018 474.717
Forderungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und
Gemeinschaftsunternehmen
33.001 18.489
Forderungen aus der PoC-Bewertung 87.724 85.934
Forderungen aus der PoC-Bewertung (ohne erhaltene Anzahlungen PoC) 166.527 172.574
Erhaltene Anzahlungen PoC – 78.803 – 86.640
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte 67.006 65.004
683.749 644.144

In den Forderungen gegen Sonstige Beteiligungen sind marktgerecht verzinste Darlehen von 2.542 T€ (Vorjahr 1.791 T€) enthalten. Wertberichtigungen bestehen gegen Sonstige Beteiligungen in Höhe von 3.181 T€ (Vorjahr 3.052 T€), gegen Gemeinschaftsunternehmen wie im Vorjahr keine und gegen assoziierte Unternehmen 341 T€ (Vorjahr 345 T€).

Die Fertigungsaufträge nach IAS 11 enthalten ein Ergebnis von 38.253 T€ (Vorjahr 34.041 T€) und Kosten von 128.274 T€ (Vorjahr 138.533 T€). Der Umsatz nach IAS 11 beträgt 561.940 T€ (Vorjahr 523.638 T€).

Die Anderen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten unter anderem Forderungen gegenüber Betriebsangehörigen und Zinsabgrenzungen. Des Weiteren sind hierunter 27.013 T€ (Vorjahr 25.037 T€) Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen (überwiegend aus Umsatzsteuern) und finanzielle Vermögenswerte aus Devisentermingeschäften nach IAS 39 in Höhe von 2.369 T€ (Vorjahr 6.557 T€) aufgeführt. Forderungen aus Zinsderivaten bestanden keine (Vorjahr 115 T€).

Es sind 38.592 T€ (Vorjahr 39.861 T€) der gesamten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte nach mehr als einem Jahr fällig.

7
Flüssige Mittel
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in T € 31.12.2014 31.12.2013
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 290.470 331.641
Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als 3 bis zu 12 Monaten 126.935 101.835
Festgelder zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben und Langzeitarbeitskonten mit einer Laufzeit von mehr als 3 bis zu 12 Monaten 15.268 17.962
432.673 451.438

Die Flüssigen Mittel umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie kurzfristig angelegtes Fest- und Tagesgeld und Kontokorrentguthaben. Hiervon setzen die deutschen Konzerngesellschaften 15.268 T€ (Vorjahr 17.962 T€) zur gesetzlich vorgeschriebenen Absicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen und Langzeitarbeitskonten ein. Sie sind aufgrund ihrer vertraglichen Gestaltung jederzeit für uns verfügbar.

8
Eigenkapital

Das Grundkapital der KSB AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt satzungsgemäß 44.771.963,82 € und ist wie im Vorjahr in 886.615 Stammaktien und 864.712 Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stückaktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt. Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzuzahlenden selbstständigen Vorzugsgewinnanteil und einem Anspruch auf eine gestaffelte Mehrdividende ausgestattet. Alle Aktien sind auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Stückaktien haben keinen Nennwert.

Die Kapitalrücklage resultiert aus der Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen zurückliegender Jahre.

Die Gewinnrücklagen enthalten neben thesaurierten Ergebnissen vor allem ergebnisneutral verrechnete Währungsumrechnungs- und Konsolidierungseffekte sowie versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach IAS 19. Aus diesen Effekten resultieren 65.339 T€ (Vorjahr 32.367 T€) Aktive latente Steuern und 448 T€ (Vorjahr 1.630 T€) Passive latente Steuern.

Aus dem Eigenkapital wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Muttergesellschaft des Konzerns KSB AG, Frankenthal, vom 14. Mai 2014 insgesamt 21.240 T€ ausgeschüttet (Dividende von 12,00 € je Stammaktie und 12,26 € je Vorzugsaktie).

Die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter entfallen größtenteils auf die von der PAB GmbH, Frankenthal, gehaltenen Beteiligungen sowie auf unsere Gesellschaften in Indien und China. An der PAB GmbH ist die KSB AG mit 51 % beteiligt, die Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, mit 49 %.

Die Entwicklung der Eigenkapitalpositionen und der nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter ist in der „Eigenkapitalveränderungsrechnung“ dargestellt.

Der Vorschlag zur Verwendung des nach deutschem HGB ermittelten Bilanzgewinns der KSB AG befindet sich am Ende dieses Anhangs.

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine adäquate Eigenkapitalausstattung sowie ausreichende finanzielle Unabhängigkeit sind für KSB wichtige Voraussetzungen, um unseren Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und den dauerhaften Fortbestand von KSB zu sichern. Auch die Ausstattung der laufenden Geschäftstätigkeit mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ist für uns von wesentlicher Bedeutung. Wichtige Kenngrößen sind für uns neben Auftragseingang, Umsatz und dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBT) die Umsatzrendite vor Ertragsteuern und die Nettofinanzposition (der Saldo aus verzinslichen Geldwerten einerseits sowie Finanzschulden andererseits). Wir überwachen die Entwicklung dieser Kennzahlen regelmäßig und steuern sie unter anderem durch aktives Working-Capital-Management sowie durch die ständige Optimierung unserer Finanzierungsstruktur.

Die Entwicklungen dieser Kennzahlen im Berichtsjahr sind im Konzernlagebericht dargestellt.

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2014 2013
Auftragseingang Mio. € 2.321,2 2.241,2
Umsatz Mio. € 2.181,7 2.247,3
Ergebnis vor Ertragsteuern ( EBT ) Mio. € 72,6 119,4
Umsatzrendite vor Ertragsteuern % 3,3 5,3
Nettofinanzposition Mio. € 185,5 189,6
9
Rückstellungen

Die in der Bilanz unter den lang- und kurzfristigen Schulden ausgewiesenen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2014 31.12.2013
Entwicklung in T € Gesamt Langfristig Kurzfristig Gesamt Langfristig Kurzfristig
Leistungen an Arbeitnehmer 628.586 529.526 99.060 522.155 412.870 109.285
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 514.657 514.657 398.056 398.056
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer 113.929 14.869 99.060 124.099 14.814 109.285
Steuern 4.158 4.158 4.799 4.799
Ertragsteuerschulden 3.304 3.304 3.352 3.352
Sonstige Steuerschulden 854 854 1.447 1.447
Sonstige Rückstellungen 96.942 16.254 80.688 80.613 15.402 65.211
Garantieverpflichtungen und Pönalien 45.360 15.121 30.239 43.169 14.390 28.779
Restrukturierungsrückstellungen 7.893 7.893 100 100
Übrige Rückstellungen 43.689 1.133 42.556 37.344 1.012 36.332
729.686 545.780 183.906 607.567 428.272 179.295

Im Geschäftsjahr 2014 haben sich die einzelnen Rückstellungsgruppen wie folgt entwickelt:

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Entwicklung in T € 1.1.2014 Veränderung Konsolidierungs­kreis / Währung / Sonstiges Verbrauch / Voraus­zahlungen Auflösung Zuführung 31.12.2014
Leistungen an Arbeitnehmer 522.155 1.939 – 98.324 – 6.871 209.687 628.586
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 398.056 748 – 12.740 – 4.167 132.760 514.657
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer 124.099 1.191 – 85.584 – 2.704 76.927 113.929
Steuern 4.799 47 – 7.596 – 253 7.161 4.158
Ertragsteuerschulden 3.352 110 – 6.493 – 14 6.349 3.304
Sonstige Steuerschulden 1.447 – 63 – 1.103 – 239 812 854
Sonstige Rückstellungen 80.613 2.062 – 43.167 – 6.123 63.557 96.942
Garantieverpflichtungen und Pönalien 43.169 968 – 21.316 – 4.254 26.793 45.360
Restrukturierungsrückstellungen 100 – 100 7.893 7.893
Übrige Rückstellungen 37.344 1.094 – 21.751 – 1.869 28.871 43.689
607.567 4.048 – 149.087 – 13.247 280.405 729.686
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen im KSB Konzern umfassen beitrags- sowie leistungsorientierte Pläne und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen.

Für Mitarbeiter von Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Plan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber den derzeit gültigen Beitragssatz der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung an staatliche Rentenversicherungsträger erfassten Aufwendungen belaufen sich auf 26.383 T€ (Vorjahr 26.388 T€). Für beitragsorientierte Altersversorgungspläne weiterer Mitarbeiter im Ausland wurden im Berichtsjahr 4.450 T€ (Vorjahr 4.531 T€) aufgewendet.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen für Mitarbeiter des Konzerns entfallen überwiegend auf Pensionsverpflichtungen in Deutschland sowie in Österreich, USA und der Schweiz.

Die leistungsorientierten Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) resultieren zu rund 90 % aus den deutschen Konzerngesellschaften. Dabei handelt es sich um Direktzusagen der Gesellschaften an ihre Mitarbeiter. Die Zusagen orientieren sich an deren Entgelt und Beschäftigungsdauer. Teilweise liegen auch Eigenbeiträge der Mitarbeiter zugrunde. Diese Altersversorgung gliedert sich in die ausschließlich unternehmensfinanzierte Grundversorgung und in die Arbeitgeber-Aufbauversorgung. Letztere hängt ab von der Höhe der Eigenbeiträge und der erzielten Umsatzrendite vor Ertragsteuern. Beide Bausteine berücksichtigen die Komponenten allgemeiner Versorgungsbeitrag (dessen Höhe hängt teilweise vom Unternehmenserfolg ab), persönliche Verdienstrelation (das Verhältnis von versorgungsfähigem Einkommen zur maßgebenden Beitragsbemessungsgrenze) und Verrentungsfaktor (der sich am Lebensalter orientiert).

In Österreich existiert mit der Mitarbeitervorsorgekasse ein Modell zur Abfertigung der Arbeitnehmer, das als Pensionsverpflichtung angesehen wird. Es verpflichtet den Arbeitgeber auf Basis des Monatsentgeltes des Arbeitnehmers Beträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlen. Die Wahl der Vorsorgekasse steht dem Arbeitgeber frei.

Die leistungsorientierten Pensionspläne in den USA sind für Neueintritte geschlossen. Die Versorgungsleistung leitet sich aus dem Durchschnittsgehalt und den erworbenen Dienstjahren vor Schließung des Plans ab. Das Renteneintrittsalter beträgt 65 Jahre. Die Pensionsleistungen werden über externe Fonds finanziert.

Die Pensionsverpflichtungen in der Schweiz beruhen zum überwiegenden Teil auf gesetzlichen Verpflichtungen. Die Versorgungsleistungen werden über Pensionskassen oder Versicherungsgesellschaften finanziert. Die Pläne umfassen neben der Altersversorgung auch andere Leistungen wie beispielsweise Invalidität oder Hinterbliebenenversorgung. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse entrichtet, wobei das Unternehmen Beiträge zu leisten hat, die mindestens den in den Planbedingungen vorgegebenen Arbeitnehmerbeiträgen entsprechen.

Darüber hinaus existieren für weitere Mitarbeiter im Ausland in geringem Umfang ebenfalls Zusagen auf Alters- und zum Teil auf medizinische Versorgung, die im Wesentlichen von der Betriebszugehörigkeit und dem bezogenen Gehalt abhängig sind.

Die leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko. Die mit den Pensionsverpflichtungen verbundenen Auszahlungen bedienen wir überwiegend über unsere Liquidität. Zu einem Teil besteht auch Planvermögen zur Finanzierung dieser Verpflichtung.

Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (sowie der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand) werden jährlich anhand versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode, IAS 19) ermittelt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge für leistungsorientierte Zusagen ergeben sich wie folgt:

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in T € Leistungs­orientierte Verpflichtungen (DBO)
31.12.2014
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
31.12.2014
Nettoschuld aus leistungs­orientierten Zusagen
31.12.2014
Leistungs­orientierte Verpflichtungen (DBO)
31.12.2013
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
31.12.2013
Nettoschuld aus leistungs­orientierten Zusagen
31.12.2013
Deutschland 503.349 503.349 384.945 384.945
Österreich 3.057 3.057 2.529 2.529
USA 13.633 10.582 3.051 11.653 9.150 2.503
Schweiz 14.776 12.792 1.984 13.873 12.480 1.393
Übrige Länder 27.309 24.093 3.216 28.224 21.538 6.686
Bilanzwerte 562.124 47.467 514.657 441.224 43.168 398.056

Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in T € 2014 2013
Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung ( DBO ) – 1.1. 441.224 440.879
Laufender Dienstzeitaufwand 12.552 13.982
Zinsaufwand 15.562 14.503
Arbeitnehmerbeiträge 5.421 5.881
Neubewertungen
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung demografischer Annahmen 405 2.097
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung finanzieller Annahmen 106.145 – 14.829
– / + Erfahrungsbedingter Gewinn / Verlust – 6.825 – 3.905
Leistungszahlungen – 15.954 – 15.704
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
(inkl. Effekte aus Abgeltungen und Kürzungen)
– 42 101
Übertragung von Vermögenswerten
Währung 3.654 – 2.850
Veränderung Konsolidierungskreis / Sonstiges – 18 1.069
Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung ( DBO ) – 31.12. 562.124 441.224

Der laufende sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden im Personalaufwand unter Aufwendungen für Altersversorgung und der Zinsaufwand im Finanzergebnis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.

Die im Folgejahr erwarteten Beiträge betragen voraussichtlich etwa 18.386 T€.

Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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in T € 2014 2013
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Planvermögens 1.1.
43.168 40.393
Zinserträge 1.861 1.282
Neubewertungen
Ertrag aus dem Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge 1.168 2.325
Beiträge des Arbeitgebers 1.776 3.007
Beiträge der begünstigten Arbeitnehmer 405 315
Währung 2.918 – 2.071
Veränderung Konsolidierungskreis
Gezahlte Leistungen – 3.331 – 3.309
Sonstiges – 498 1.226
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Planvermögens 31.12.
47.467 43.168

Der Zinsertrag wird im Finanzergebnis saldiert mit den Zinsaufwendungen der DBO und unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.

Zusammensetzung des Planvermögens:

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in T € Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt
31.12.2014
Keine Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt
31.12.2014
Gesamt
31.12.2014
Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt
31.12.2013
Keine Marktpreis­notierung in einem aktiven Markt
31.12.2013
Gesamt
31.12.2013
Eigenkapitalinstrumente (Aktien) 16.199 16.199 18.504 18.504
Schuldinstrumente (Renten, Anleihen) 7.687 7.687 7.467 7.467
Staatsanleihen 4.353 4.353 3.077 3.077
Unternehmensanleihen 3.334 3.334 4.390 4.390
Geldmarktanlagen 7.526 7.526 520 520
Immobilien 383 383 247 247
Versicherungsverträge 10.412 2.993 13.405 10.347 2.820 13.167
Bankguthaben 1.796 1.796 2.912 2.912
Sonstige Anlagen* 150 321 471 36 315 351
Summe 44.153 3.314 47.467 40.033 3.135 43.168

Grundsätzlich dotieren wir die Pensionsfonds in Höhe des Betrages, der erforderlich ist, um die jeweiligen gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug 3.029 T€ (Vorjahr 3.607 T€).

Zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen sowie des zugehörigen Planvermögens wurden folgende wesentliche versicherungsmathematische Annahmen zugrunde gelegt:

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Rechnungszins
in % 31.12.2014 31.12.2013
Deutschland 2,2 3,5
Österreich 2,0 3,5
USA 3,6 4,3
Schweiz 0,9 2,2
Übrige Länder 1,3 – 9,0 2,2 – 9,4

Für die Fluktuation liegt bei den deutschen Plänen weiterhin eine mittlere Fluktuationsrate (2,0 %) zugrunde; für die biometrischen Annahmen sind weiterhin die „Richttafeln 2005G“ nach Prof. Klaus Heubeck maßgebend; das rechnungsmäßige Renteneintrittsalter richtet sich nach dem Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 (RVAGAnpG). Weitere Bewertungsparameter (zum Beispiel Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung) sind von untergeordneter Bedeutung.

Als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen wurden der Rechnungszins und die zukünftige Sterblichkeit identifiziert. Sollte sich der Abzinsungsfaktor um 100 Basispunkte erhöhen, würde die DBO um 93 Mio. € (Vorjahr 58 Mio. €) sinken. Bei einem Rückgang um 100 Basispunkte hätte dies einen Anstieg der DBO um 125 Mio. € (Vorjahr 77 Mio. €) zur Folge. Hierbei ist zu beachten, dass die Veränderung des Abzinsungsfaktors aufgrund bestimmter finanzmathematischer Effekte (zum Beispiel Zinseszins) die Entwicklung der DBO nicht linear beeinflusst. Sollte sich die Lebenserwartung um 1 Jahr erhöhen, würde die DBO um 23 Mio. € (Vorjahr 14 Mio. €) steigen.

Darüber hinaus bestehen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Annahmen Abhängigkeiten, die jedoch im Rahmen der Sensitivitätsbetrachtung unberücksichtigt blieben.

Am 31. Dezember 2014 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 20 Jahren (Vorjahr 20 Jahre). Folgende Tabelle zeigt die für die nächsten Jahre erwarteten Zahlungen für Versorgungsleistungen:

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in Mio. € zum 31.12.2014 2015 2016 2017 2018 2019
zu erwartende Zahlungen 14.442 15.516 16.546 17.836 18.765
 
 
in Mio. € zum 31.12.2013 2014 2015 2016 2017 2018
zu erwartende Zahlungen 13.332 14.628 15.781 16.807 17.993
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer

Bei den Rückstellungen für Übrige Leistungen an Arbeitnehmer handelt es sich vorwiegend um Erfolgsbeteiligungen, Jubiläumsverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen, Altersteilzeitverpflichtungen und Abfindungen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die ausgewiesenen Steuerschulden enthalten noch zu zahlende Steuerbeträge für das Berichtsjahr und für zurückliegende Jahre, für die noch kein rechtskräftiger Steuerbescheid vorliegt.

Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Pönalien decken die gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden ab und basieren auf Schätzungen aufgrund historischer Daten von ähnlichen Produkten und Dienstleistungen. Der KSB Konzern erwartet den überwiegenden Teil der Rückstellung im kommenden Geschäftsjahr zu begleichen.

Die Restrukturierungsrückstellungen betreffen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung in Deutschland. Sie beinhalten Kosten für die Schließung eines saarländischen Produktionsstandortes sowie die Reduzierung unserer Gießerei-Aktivitäten am Standort Pegnitz.

Innerhalb der Übrigen Rückstellungen sind auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren abgedeckt, sofern die Ansatzkriterien für eine Rückstellung erfüllt sind (6,7 Mio. €; Vorjahr 8,3 Mio. €). Hierbei handelt es sich üblicherweise um Streitfälle aus dem operativen Geschäft, in der Regel bei unklaren Gewährleistungssachverhalten oder, in seltenen Fällen, Streitfälle mit Behörden oder Personalsachverhalten. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Darüber hinaus bestehen Eventualschulden aus Rechtstreitigkeiten in Höhe von 42,9 Mio. € (Vorjahr 44,2 Mio. €). Für den Fall einer Inanspruchnahme bestehen entsprechende Versicherungen in Höhe von 13,4 Mio. € (Vorjahr 16,4 Mio. €).

In den Übrigen Rückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (überwiegend aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11 mit passivischem Saldo in Höhe von 1.179 T€ für 2014 und 2.939 T€ für 2013), Kundenboni, noch anfallende Kosten (ausstehende Rechnungen) und Umweltschutzmaßnahmen enthalten.

10
Verbindlichkeiten
Langfristige VerbindlichKeiten
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2014 31.12.2013
Finanzschulden
aus Schuldscheindarlehen 139.766 174.682
gegenüber Kreditinstituten 18.203 28.507
aus Leasingverpflichtungen 1.185 1.374
Sonstige 273 419
159.427 204.982
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 159.427 204.982
Kurzfristige verbindlichKeiten
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in T € 31.12.2014 31.12.2013
Finanzschulden
aus Schuldscheindarlehen 35.000 6.000
gegenüber Kreditinstituten 56.774 54.325
aus Leasingverpflichtungen 525 533
gegenüber Sonstigen Beteiligungen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 1.215 903
Sonstige 10 12
93.524 61.773
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber fremden Dritten 209.808 198.693
gegenüber Sonstigen Beteiligungen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 1.915 6.073
211.723 204.766
Verbindlichkeiten aus Steuern 20.837 23.645
Sonstige Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 73.902 69.625
Erhaltene Anzahlungen PoC 46.980 42.321
im Rahmen der sozialen Sicherheit und gegenüber Mitarbeitern 28.706 27.074
Andere sonstige Verbindlichkeiten 68.451 49.714
218.039 188.734
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 544.123 478.918
Lang- und kurzfristige VerbindlichKeiten gesamt
Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten gesamt 703.550 683.900

Zur mittelfristigen Liquiditätssicherung hat die KSB AG im Jahr 2009 vorsorglich ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit Laufzeiten von 3 und 5 Jahren erfolgreich platziert. 2011 wurden 37,5 Mio. €, 2012 56,5 Mio. € und 2014 6,0 Mio. € zurückgezahlt. Damit ergibt sich zum Jahresende 2014 keine Restverpflichtung aus diesem Schuldscheindarlehen.

2012 haben wir uns entschieden ein weiteres Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 175 Mio. € zu platzieren. Dieses Darlehen ist unterteilt in Rückzahlungstranchen von 3, 5, 7 und 10 Jahren. Aufgrund der unterschiedlichen Laufzeiten der Rückzahlungstranchen erfolgt die Verzinsung mit unterschiedlichen Zinssätzen, diese sind teilweise fix vereinbart, teilweise variabel. Die Restverpflichtung dieses Schuldscheindarlehens zum Jahresende 2014 beträgt 175 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 155 Mio. € (Vorjahr 161 Mio. €) und Sonstige Finanzschulden mit unverändert 20 Mio. €.

Im KSB Konzern sind zur Sicherung von Bankschulden und Verbindlichkeiten auf Basis üblicher Bedingungen Vermögenswerte von 7.804 T€ (Vorjahr 8.642 T€) sicherungsübereignet. Davon entfallen keine (Vorjahr 5.491 T€) auf Sachanlagen, 3.178 T€ (Vorjahr 371 T€) auf Vorräte, keine (Vorjahr 981 T€) auf Forderungen und 4.626 T€ (Vorjahr 1.799 T€) auf sonstige Sicherungsmaßnahmen.

Im Berichtsjahr sind 2.117 T€ (Vorjahr 9.287 T€) der Verbindlichkeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Der gewichtete Durchschnittszinssatz der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus dem Schuldscheindarlehen beträgt 2,84 % (Vorjahr 2,78 %). Das Zinsänderungsrisiko besteht bei dem überwiegenden Anteil des zuvor erwähnten Schuldscheindarlehens.

Im Berichtsjahr existieren – wie im Vorjahr – keine Covenantvereinbarungen für Kredite.

In den Anderen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr 12.376 T€ (Vorjahr 897 T€) Marktwertänderungen von Sicherungsgeschäften enthalten. Davon entfallen 888 T€ (Vorjahr 92 T€) auf Zinsderivate. Die Rechnungsabgrenzungen betragen 12.732 T€ (Vorjahr 2.843 T€). Darüber hinaus sind 5.558 T€ (Vorjahr 4.666 T€) vereinnahmte Investitionszuschüsse und -zulagen enthalten (überwiegend für unsere Neubauten in Deutschland).

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

11
Umsatzerlöse
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 1.957.445 2.005.969
Dienstleistungsumsätze 224.294 241.362
2.181.739 2.247.331

Die Auswirkung aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode nach IAS 11 sowie die Umsatzaufgliederung nach Pumpen, Armaturen und Service kann der Segmentberichterstattung entnommen werden.

Die Erstkonsolidierung der WM Teknikk im Berichtsjahr wirkte sich mit 218 T€ aus. Auf die übrigen erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften entfielen Umsatzerlöse in Höhe von 2.897 T€. Die Umsatzerlöse mit noch nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind nicht wesentlich.

12
Sonstige Erträge
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Erträge aus Anlagenabgängen und Zuschreibungen 3.646 1.487
Erträge aus dem kurzfristigen Vermögen
(im Wesentlichen Bewertungseffekte Forderungen)
4.327 3.822
Währungsgewinne 2.354 2.125
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 9.095 13.412
Übrige Erträge 16.838 23.722
36.260 44.568

Die Übrigen Erträge enthalten vorwiegend Provisionserträge, Miet- und Pachterträge, Schadensvergütungen von Versicherern sowie Zuschüsse und Zulagen. An Erträgen aus Zuschüssen der öffentlichen Hand zur Förderung einzelner Projekte (zum Beispiel für Forschungsaktivitäten) haben wir 3.675 T€ (Vorjahr 3.230 T€) erhalten.

Die Auswirkungen der erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften waren nicht wesentlich.

13
Materialaufwand
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 816.936 832.465
Aufwendungen für bezogene Leistungen 70.442 59.839
887.378 892.304

Die Auswirkungen der erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften waren nicht wesentlich.

14
Personalaufwand
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Löhne und Gehälter 634.774 635.641
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 122.695 123.742
Aufwendungen für Altersversorgung 28.002 28.169
785.471 787.552

Die Aufwendungen für Altersversorgung sind um den in den Pensionsrückstellungen enthaltenen Zinsanteil vermindert. Dieser ist als Zinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Erstkonsolidierung der WM Teknikk im Berichtsjahr wirkte sich mit 168 T€ aus. Auf die übrigen erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften entfielen 1.195 T€.

Mitarbeiter
Tabelle anzeigen
Im Jahresdurchschnitt Zum Bilanzstichtag
2014 2013 31.12.2014 31.12.2013
Lohnempfänger 7.634 7.510 7.536 7.461
Gehaltsempfänger 8.329 8.556 8.284 8.557
15.963 16.066 15.820 16.018
Auszubildende 489 517 489 528
16.452 16.583 16.309 16.546

Die im Berichtsjahr vorgenommenen Konsolidierungskreisanpassungen führten zu einem Aufbau von 49 Personen im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag.

15
Andere Aufwendungen
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Verluste aus Anlagenabgängen 578 653
Verluste aus dem kurzfristigen Vermögen
(im Wesentlichen Bewertungseffekte Forderungen)
10.784 5.668
Währungsverluste 4.292 3.177
Sonstige Personalaufwendungen 36.584 27.586
Reparaturen, Instandhaltungen, Fremdleistungen 85.451 88.474
Vertriebskosten 84.840 91.282
Verwaltungsaufwand 94.048 92.243
Mieten und Pachten 27.858 27.821
Übrige Aufwendungen 48.529 46.506
392.964 383.410

Die Übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Gewährleistungen, Pönalien und Zuführungen zu Rückstellungen.

Die Auswirkungen der erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften waren nicht wesentlich.

16
Finanzergebnis
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Finanzerträge 6.497 6.840
Erträge aus Beteiligungen 14 286
davon aus Sonstigen Beteiligungen (14) (286)
Zinsen und ähnliche Erträge 6.434 6.387
davon aus Sonstigen Beteiligungen (60) (58)
davon aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (15) (23)
Zuschreibungen auf Finanzielle Vermögenswerte
Erträge aus der Neubewertung von Finanzinstrumenten
Sonstige Finanzerträge 49 167
Finanzaufwendungen – 24.281 – 23.380
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 22.479 – 23.169
davon an Sonstige Beteiligungen (–) (–)
Abschreibungen auf Finanzielle Vermögenswerte – 1.758 – 110
Sonstige Finanzaufwendungen – 44 – 101
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 1.582 3.459
Finanzergebnis – 16.202 – 13.081

In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ist der Zinsaufwand für Pensionsrück­stellungen mit 13.701 T€ (Vorjahr 13.221 T€) enthalten. Die Veränderung des Finanzergebnisses ist vor allem auf niedrigere Erträge aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie erhöhte Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte zurückzuführen. Letztere betrafen infolge anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten kleinere, für den Konzern nicht wesentliche Gesellschaften in Europa sowie im Nahen und Mittleren Osten.

Die erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das Finanzergebnis.

17
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In dieser Position werden alle ertragsabhängigen Steuern der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie Latente Steuern ausgewiesen. Die Sonstigen Steuern weisen wir innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung nach den Anderen Aufwendungen aus.

Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Effektive Steuern 39.279 45.187
Latente Steuern – 12.863 – 5.637
26.416 39.550

In den Effektiven Steuern sind Steuererstattungen in Höhe von 1.556 T€ (Vorjahr 719 T€) und Steuernachzahlungen in Höhe von 2.104 T€ (Vorjahr 5.741 T€) enthalten.

Überleitungsrechnung latente Steuern
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Veränderung Aktiver latenter Steuern – 47.026 117
Veränderung Passiver latenter Steuern – 441 1.858
Veränderung latenter Steuern gemäß Bilanz – 47.467 1.975
 
Veränderung erfolgsneutral gebildeter latenter Steuern 33.730 – 7.295
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges 874 – 317
Latente Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung – 12.863 – 5.637
Aufteilung der latenten Steuern
Tabelle anzeigen
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in T € 2014 2013 2014 2013
Langfristige Vermögenswerte 2.913 2.564 34.532 34.974
Kurzfristige Vermögenswerte 54.330 50.328 50.848 53.298
Langfristige Schulden 83.623 50.244 182 156
Kurzfristige Schulden 20.337 14.686 8.623 9.534
Steuerliche Verlustvorträge 4.583 4.274
Latente Steuern brutto – vor Saldierung 165.786 122.096 94.185 97.962
Saldierung nach IAS 12.74 – 79.127 – 82.463 – 79.127 – 82.463
Latente Steuern netto – nach Saldierung 86.659 39.633 15.058 15.499

In Höhe von 11.281 T€ (Vorjahr 7.960 T€) wurden zum Bilanzstichtag Aktive latente Steuern (nach Saldierung) bilanziert, deren Realisierung ausschließlich vom Entstehen zukünftiger Gewinne abhängt. Aufgrund der vorliegenden Planzahlen gehen wir von dieser Realisierung aus.

Die im Eigenkapital berücksichtigten Steuern verteilen sich wie folgt:

ERTRAGSTEUERN IM EIGENKAPITAL
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus IAS 19 – 98.568 18.991
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.876 – 5.935
 
Währungsumrechnungsdifferenzen 38.834 – 53.452
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
 
Bewertung von Finanzinstrumenten – 11.534 4.212
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.854 – 1.356
 
Sonstiges Ergebnis – 37.538 – 37.540

Im Berichtsjahr gibt es, wie im Vorjahr, keine Einflüsse aus der Einführung neuer nationaler Steuern. Auch aus Steuersatzänderungen im Ausland ergaben sich, wie im Vorjahr, keine wesentlichen Auswirkungen auf den Gesamtsteueraufwand.

Für Ergebnisse verbundener Unternehmen und Beteiligungen werden in Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Quellensteuern und anfallende deutsche Steuern als latente Steuern passiviert, wenn entweder davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer Besteuerung unterliegen oder beabsichtigt ist, sie nicht auf Dauer zu reinvestieren.

Auf Verlustvorträge in Höhe von 43.452 T€ (Vorjahr 39.216 T€) haben wir keine Aktiven latenten Steuern gebildet. Eine zeitnahe Inanspruchnahme ist hier nicht hinreichend wahrscheinlich. Sie sind größtenteils zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Abzugsfähige temporäre Differenzen („temporary differences“), auf die keine Aktiven latenten Steuern zu bilden wären, gibt es nicht.

Überleitungsrechnung Ertragsteuern
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern ( EBT ) 72.594 119.415
darauf rechnerische Ertragsteuer gemäß anzuwendendem Steuersatz
(wie im Vorjahr 30 %)
21.778 35.825
Steuersatzunterschiede 2.267 1.128
Veränderung Wertberichtigung latenter Steuern auf Verlustvorträge und nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge 882 701
Steuerfreie Erträge / nicht abzugsfähige Aufwendungen – 879 – 1.791
Periodenfremde Steuern 548 5.022
Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern 2.438 2.161
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 371 – 1.354
Sonstiges – 989 – 2.142
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.416 39.550
Tatsächliche Steuerquote 36 % 33 %

Der anzuwendende Steuersatz von unverändert 30 % ist ein Mischsatz, der sich aus den aktuell gültigen deutschen Steuersätzen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ergibt.

Die erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

18
Ergebnis nach Ertragsteuern – Nicht beherrschende Anteile

Die den Gesellschaftern der nicht beherrschenden Anteile zustehenden Gewinne betragen 10.592 T€ (Vorjahr 14.501 T€) und die auf die Gesellschafter der nicht beherrschenden Anteile entfallenden Verluste 2.718 T€ (Vorjahr 318 T€). Sie betreffen vor allem die von der PAB GmbH, Frankenthal, gehaltenen Beteiligungen sowie unsere Gesellschaften in Indien.

Die erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften hatten keine Auswirkungen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern – Nicht beherrschende Anteile.

19
Ergebnis je Aktie
Tabelle anzeigen
2014 2013
Ergebnis nach Ertragsteuern – Anteile der Aktionäre der KSB AG T€ 38.304 65.682
Den Vorzugsaktionären zustehende Mehrdividende
(0,26 € je Vorzugsaktie)
T€ – 225 – 225
T€ 38.079 65.457
 
Anzahl Stammaktien Stück 886.615 886.615
Anzahl Vorzugsaktien Stück 864.712 864.712
Anzahl Aktien insgesamt Stück 1.751.327 1.751.327
 
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je
Stammaktie
21,74 37,38
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je
Vorzugsaktie
22,00 37,64

Die erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie.

VI. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Anpassungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die nachfolgenden Erläuterungen zu Finanzinstrumenten.

Finanzinstrumente – Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

Aktiva
Tabelle anzeigen
Bilanzposition / Klasse
in T €
Bewertungs-
kategorie
Erstbewertung / Folgebewertung Buchwert 31.12.2014 Beizulegender Zeitwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2013 Beizulegender Zeitwert 31.12.2013
Langfristiges Vermögen
Sonstige Beteiligungen AfS Jeweils beizulegender Zeitwert 3.941 3.941 7.154 7.154
Wertpapiere AfS Jeweils beizulegender
Zeitwert
661 661 650 650
Ausleihungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 2.718 2.718 2.628 2.628
 
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 496.018 496.018 474.717 474.717
Forderungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschafts­unternehmen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 33.001 33.001 18.489 18.489
Forderungen aus der PoC-Bewertung
– netto –
LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 87.724 87.724 85.934 85.934
Andere Forderungen und
sonstige Vermögenswerte
LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 31.128 31.128 27.138 27.138
Zinsswaps, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender
Zeitwert
115 115
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender
Zeitwert
963 963 3.921 3.921
Sonstige Devisentermingeschäfte FAHfT Jeweils beizulegender
Zeitwert
1.406 1.406 2.636 2.636
Wertpapiere AfS Jeweils beizulegender
Zeitwert
Flüssige Mittel LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 432.673 432.673 451.438 451.438
 
Passiva
Bilanzposition / Klasse
in T €
Bewertungs-
kategorie
Erstbewertung /
Folgebewertung
Buchwert
31.12.2014
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2014
Buchwert
31.12.2013
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2013
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzschulden ohne
Leasing-Verpflichtungen
FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 158.242 152.460 203.608 191.462
Leasing-Verpflichtungen n.a. Jeweils nach IAS 17 1.185 1.185 1.374 1.374
 
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzschulden ohne
Leasing-Verpflichtungen
FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 92.999 92.999 61.240 61.240
Leasing-Verpflichtungen n.a. Jeweils nach IAS 17 525 525 533 533
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 211.723 211.723 204.766 204.766
Erhaltene Anzahlungen PoC LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 46.980 46.980 42.321 42.321
Sonstige Verbindlichkeiten – Andere FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 37.785 37.785 41.308 41.308
Zinsswaps, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender
Zeitwert
888 888 92 92
Devisentermingeschäfte, die für ­Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender
Zeitwert
8.179 8.179 499 499
Sonstige Devisentermingeschäfte FLHfT Jeweils beizulegender
Zeitwert
3.309 3.309 306 306
 
Davon aggregiert nach Kategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 1.036.282 1.036.282 1.018.023 1.018.023
Finanzielle Vermögenswerte
zur Veräußerung verfügbar
AfS Jeweils beizulegender
Zeitwert
4.602 4.602 7.804 7.804
Finanzielle Vermögenswerte
zu Handelszwecken gehalten
FAHfT Jeweils beizulegender
Zeitwert
1.406 1.406 2.636 2.636
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten
FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 500.749 494.967 510.922 498.776
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
Handelszwecken gehalten
FLHfT Jeweils beizulegender
Zeitwert
3.309 3.309 306 306

Der beizulegende Zeitwert der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen hat sich in der Berichtsperiode um 18.259 T€ (Vorjahr 15.659 T€) verändert, bei der Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten um – 3.809 T€ (Vorjahr – 2.388 T€).

Bei sämtlichen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten aktivischen Finanzinstrumenten sind Buchwert und beizulegender Zeitwert identisch. Dies gilt ebenfalls für passivisch dargestellte Leasing-Verpflichtungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Schulden. Ursächlich hierfür sind überwiegend die kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente.

Bei den Finanzschulden ohne Leasing-Verpflichtungen werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt. Hierbei legen wir eine adäquate Zinsstrukturkurve zugrunde.

Die in vorstehender Tabelle dargestellten beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens resultieren aus auf aktiven Märkten notierten Preisen. Bei den Devisentermingeschäften und den Zinsswaps erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf Grundlage von Inputfaktoren, die sich entweder direkt (als Preis, Stufe 1) oder indirekt (in Ableitung von Preisen, Stufe 2) beobachten lassen. In Stufe 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird. Währungsderivate bewerten wir mittels Devisenterminkursen, bei Zinsswaps ergibt sich der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme auf Basis der für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven.

In der nachfolgenden Tabelle sind die auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien gegliedert und in die zuvor beschriebenen Hierarchiestufen eingeteilt; Umgruppierungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen:

DARSTELLUNG VON HIERARCHIESTUFEN VON BEIZULEGENDEN ZEITWERTEN 2014
Tabelle anzeigen
in T € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Sonstige Beteiligungen 3.941 3.941
Wertpapiere 661 661
Devisentermingeschäfte 2.369 2.369
Zinsswaps
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Devisentermingeschäfte 11.488 11.488
Zinsswaps 888 888
DARSTELLUNG VON HIERARCHIESTUFEN VON BEIZULEGENDEN ZEITWERTEN 2013
Tabelle anzeigen
in T € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Sonstige Beteiligungen 7.154 7.154
Wertpapiere 650 650
Devisentermingeschäfte 6.557 6.557
Zinsswaps 115 115
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Devisentermingeschäfte 805 805
Zinsswaps 92 92

Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für beizulegende Zeitwerte der Stufe 3.

BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER STUFE 3
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Stand 1.1. 7.154 37.968
Abgang aufgrund neuer Wesentlichkeitseinschätzungen der Beteiligungen – 2.797 – 33.018
Veränderung aus Kapitalmaßnahmen und Gründungsvorgängen 1.442 578
Abschreibung wegen Wertminderung (Finanzaufwendungen) – 1.758 – 90
Währungsumrechnungsdifferenzen (Verluste im Sonstigen Ergebnis) – 100 – 77
Veränderung des beizulegenden Zeitwertes
(Bewertung von Finanzinstrumenten im Sonstigen Ergebnis)
1.793
Stand 31.12. 3.941 7.154

Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 1 ergeben sich aus Kapitalmarktnotierungen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 resultieren aus der Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Künftige Cashflows der Devisentermingeschäfte werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt und mit einem adäquaten Zinssatz diskontiert. Künftige Cashflows der Zinsswaps werden auf Basis von Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Zinssätzen geschätzt und mit einem adäquaten Zinssatz diskontiert.

Basis der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 3 war ein Bewertungsmodell, welches die diskontierten Cashflows eines Ergebnisses vor Ertragsteuern ermittelt. Der dabei verwendete Kapitalkostensatz (WACC von 8,0) basiert auf dem Zins einer 30-jährigen risikofreien Bundesanleihe und berücksichtigt neben Marktrisikoprämie und Länderrisikozuschlag die Steuersituation des Landes, in der sich die Gesellschaft befindet. Wachstumsraten wurden nicht angesetzt. Eine Sensitivität auf den Kapitalkostensatz von 5 % würde zu keinen wesentlich anderen Ergebnissen führen.

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Berücksichtigung der Steuer­effekte sind in folgender Tabelle dargestellt:

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2014
Tabelle anzeigen
aus der Folgebewertung


in T €

aus Zinsen und Dividenden
zum beizulegenden Zeitwert Währungs­-
umrechnung
Wert-
berichtigung

aus
Abgang

Netto-
ergebnis
LaR 6.434 2.334 – 4.901 3.867
AfS 33 15 – 1.758 – 1.710
FAHfT / FLHfT – 4.349 – 4.349
FLAC – 8.150 – 161 – 8.311
– 1.683 – 4.334 2.173 – 6.659 – 10.503
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2013
Tabelle anzeigen
aus der Folgebewertung


in T €

aus Zinsen und Dividenden
zum beizulegenden Zeitwert Währungs­-
umrechnung
Wert-
berichtigung

aus
Abgang

Netto-
ergebnis
LaR 6.387 – 611 – 2.913 2.863
AfS 303 1.775 – 95 1.983
FAHfT / FLHfT 2.106 2.106
FLAC – 9.108 39 – 9.069
– 2.418 3.881 – 572 – 3.008 – 2.117

Die dargestellten Zinsen sind Bestandteil des Finanzergebnisses; hierbei sind die Werte der jeweils enthaltenen Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Anwendung der Effektivzinsmethode unwesentlich. Die übrigen Effekte haben teilweise auch die Sonstigen Erträge sowie die Anderen Aufwendungen beeinflusst.

Aus der Bewertungskategorie AfS resultiert ein Bewertungsergebnis in Höhe von + 15 T€ (Vorjahr – 18 T€), das im Sonstigen Ergebnis erfasst und in der „Bewertung von Finanzinstrumenten“ im Eigenkapital ausgewiesen wird. Im Berichtsjahr wurden 0 T€ (Vorjahr – 5 T€) aus dem Eigenkapital entnommen beziehungsweise realisiert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unseres Geschäftes müssen wir uns mit gewissen finanzwirtschaftlichen Risiken auseinandersetzen. Diese lassen sich in drei Bereiche gliedern:

Einerseits unterliegen wir dem sogenannten Kreditrisiko. Darunter verstehen wir den möglichen Ausfall oder verspäteten Eingang vertraglich vereinbarter Zahlungen. Darüber hinaus besteht ein Liquiditätsrisiko. Dieses beinhaltet, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht oder nicht vollständig erfüllen kann. Ferner sind wir dem sogenannten Marktpreisrisiko ausgesetzt. Die Gefahr von Währungs- oder Zinsänderungen kann einen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Risiken von Wertpapier-Kursschwankungen sind für uns nicht wesentlich.

All diese Risiken begrenzen wir mittels eines adäquaten Risikomanagementsystems. Durch Richtlinien und Arbeitsanweisungen regeln wir den Umgang mit diesen Risiken. Darüber hinaus überwachen wir ständig die aktuellen Risikoausprägungen und geben die gewonnenen Erkenntnisse regelmäßig in Form standardisierter Berichte und individueller Analysen an Vorstand und Aufsichtsrat weiter.

Nachfolgend werden die drei Risikobereiche detailliert beschrieben. Darüber hinaus finden Sie weitere Informationen im Konzernlagebericht, hier vor allem in den Kapiteln „Wirtschaftsbericht“, „Prognosebericht“ sowie „Chancen- und Risikobericht“.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht insbesondere darin, dass eine Forderung erst verspätet, teilweise oder gar nicht beglichen wird. Dieses minimieren wir durch eine Vielzahl von Maßnahmen. Grundsätzlich führen wir bei potenziellen und bestehenden Vertragspartnern Bonitätsprüfungen durch. Geschäftsbeziehungen gehen wir nur dann ein, wenn diese Prüfung positiv ausfällt. Darüber hinaus schließen vor allem unsere europäischen Gesellschaften Warenkreditversicherungen ab. In Ausnahmefällen akzeptieren wir andere Sicherheiten wie beispielsweise Bürgschaften. Diese Versicherungen übernehmen im Wesentlichen das Risiko des Forderungsausfalls. Darüber hinaus sichern wir politische und wirtschaftliche Risiken bei bestimmten Kunden in ausgewählten Ländern ab. Für beide Versicherungsarten haben wir Selbstbehalte vereinbart, die allerdings deutlich weniger als 50 % des abgesicherten Volumens ausmachen. Im Rahmen unseres Forderungsmanagements verfolgen wir ständig die offenen Positionen, führen Fälligkeitsanalysen durch und treten bei aufkommenden Zahlungsverzögerungen frühzeitig in Kontakt mit dem Kunden. Bei Großprojekten sehen unsere Geschäftskonditionen Anzahlungsleistungen, Bürgschaften sowie bei Exportgeschäften Akkreditivabsicherungen vor. Dies trägt ebenfalls zu einer Risikobegrenzung bei. Für das verbleibende Restrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nehmen wir Wertberichtigungen vor. Dazu prüfen wir regelmäßig, inwieweit ein Wertberichtigungsbedarf einzelner Forderungen besteht. Indikatoren hierfür sind erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners wie Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz. Darüber hinaus decken wir die Kreditrisiken bei überfälligen Forderungen ab, indem wir Vorsorge auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit treffen. Ausbuchungen nehmen wir dann vor, wenn hinreichend sicher ist, dass keine Zahlungseingänge zu erwarten sind (zum Beispiel nach Abschluss von Insolvenz- und Konkursverfahren).

Die Wertberichtigungen der Klasse „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ sind im KSB Konzern die einzig Wesentlichen. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Anfangsbestand 1.1. 30.337 32.232
Zuführungen 8.560 6.305
Verbrauch – 1.821 – 4.344
Auflösungen – 3.512 – 2.645
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges 2.341 – 1.211
Endbestand 31.12. 35.905 30.337

Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2014 31.12.2013
Weder überfällige noch einzelwertberichtigte Forderungen 384.417 372.433
Überfällige, jedoch nicht einzelwertberichtigte Forderungen
1 bis 30 Tage 48.025 43.360
31 bis 90 Tage 32.596 28.999
91 bis 180 Tage 11.297 12.419
> 180 Tage 11.438 8.276
Gesamt 103.356 93.054
Einzelwertberichtigte Forderungen 8.245 9.230
Einzelwertberichtigte Forderungen zum Nennwert 44.150 39.567
Einzelwertberichtigungen 35.905 30.337
Buchwert (netto) 496.018 474.717

Hinsichtlich der weder überfälligen noch einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass unsere Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dies gilt auch für alle anderen Finanzinstrumente.

Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung erhaltener Sicherheiten entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.

Eine Risikokonzentration ist nicht gegeben, da wir aufgrund der Heterogenität unseres Geschäftes insgesamt eine erhebliche Anzahl verschiedener Kunden bedienen.

Liquiditätsrisiko

Unser Liquiditätsmanagement gewährleistet, dass wir dieses Risiko im Konzern minimieren und unsere Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben ist. Risikokonzentrationen bestehen nicht, da wir mit verschiedenen Kreditinstituten zusammenarbeiten, an die wir auch strenge Bonitätsanforderungen stellen.

Wir generieren unsere finanziellen Mittel überwiegend aus dem operativen Geschäft. Diese nutzen wir, um Investitionen in langfristiges Vermögen zu finanzieren. Darüber hinaus decken wir damit den Finanzierungsbedarf des Working Capital. Um diesen möglichst gering zu halten, verfolgen wir die Entwicklung unserer Forderungen, Vorräte und Verbindlichkeiten regelmäßig auf Basis eines einheitlichen Konzernberichtswesens.

Dieses Berichtswesen stellt außerdem mithilfe der monatlich rollierenden Cashflow-Planung sicher, dass das zentrale Finanzmanagement des Konzerns fortlaufend Kenntnis über Liquiditätsüberschüsse und -bedarfe hat. Dadurch sind wir in der Lage, den Bedürfnissen des Gesamtkonzerns sowie der einzelnen Gesellschaften bestmöglich zu entsprechen. Für ausgewählte Gesellschaften nutzen wir ein Cash-Pooling-System, das einen optimierten Einsatz der verfügbaren Mittel im Konzern erlaubt. Weiterhin wenden wir in der KSB-Gruppe ein weltweites Forderungs-Netting-Verfahren an; damit minimieren wir sowohl das Volumen der Liquiditätsströme als auch die damit verbundenen Gebühren. Um notwendige Sicherheiten im Projektgeschäft bieten zu können, stellen wir zudem entsprechende Bürgschaftsvolumina bereit. Es sind jeweils angemessene Teile für länger als ein Jahr zugesagt. Darüber hinaus sorgen wir stets für ausreichend Kreditlinien, deren Umfang wir anhand regelmäßiger Liquiditätsplanungen ermitteln. So können wir jederzeit auf schwankende Liquiditätsbedarfe reagieren. Unsere zugesagten Barkredit- und Avallinien belaufen sich auf rund 958 Mio. € (Vorjahr rund 979 Mio. €), davon haben wir 627,8 Mio. € (Vorjahr 671,2 Mio. €) noch nicht in Anspruch genommen.

Die folgenden Darstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten künftigen Cashflows der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten. Zinsauszahlungen aus Verbindlichkeiten mit fixer Verzinsung werden anhand des Festzinses ermittelt. Variable Zinsauszahlungen basieren auf den letzten vor dem 31. Dezember variabel gefixten Zinssätzen. Die Nettoauszahlungen aus Derivaten stammen sowohl von Derivaten mit negativem beizulegendem Zeitwert als auch von solchen mit positivem beizulegendem Zeitwert. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht in die Darstellung ein. Nach unserem heutigen Kenntnisstand ist es weder zu erwarten, dass die dargestellten Zahlungsströme deutlich früher eintreten, noch dass sie in ihrer Höhe erheblich abweichen.

Cashflows finanzieller verbindlichkeiten 2014
Tabelle anzeigen
in T € Gesamt bis 1 Jahr von 1 – 5 Jahren > 5 Jahre
Finanzschulden 272.124 99.497 146.580 26.047
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
211.723 211.559 164
Sonstige Schulden 37.785 37.169 616
Derivative Finanzinstrumente 10.065 8.622 1.397 – 46
531.697 356.847 148.757 26.093
Cashflows finanzieller verbindlichkeiten 2013
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in T € Gesamt bis 1 Jahr von 1 – 5 Jahren > 5 Jahre
Finanzschulden 290.068 78.149 141.630 70.289
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
204.766 204.439 327
Sonstige Schulden 41.308 34.525 6.783
Derivative Finanzinstrumente – 4.784 – 5.267 525 – 42
531.358 311.846 149.265 70.247
Marktpreisrisiko

Mit unseren weltweiten geschäftlichen Aktivitäten übernehmen wir vor allem Währungs- und Zinsrisiken. Verändern sich die Marktpreise, kann dies Auswirkungen auf beizulegende Zeitwerte sowie auf künftige Cashflows haben. Mittels Sensitivitätsanalysen ermitteln wir, welche hypothetischen Auswirkungen solche Marktpreisschwankungen auf Ergebnis und Eigenkapital hätten. Hierbei unterstellen wir, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Die Risiken aus Preisänderungen auf der Beschaffungsseite für Aufträge mit langen Lieferzeiten reduzieren wir, indem wir Preisgleitklauseln vereinbaren oder bei Festpreisaufträgen abzusehende Teuerungsraten beim Verkaufspreis berücksichtigen.

Währungsrisiken betreffen überwiegend unsere Cashflows aus operativen Tätigkeiten. Sie entstehen dann, wenn die Konzernunternehmen Geschäfte in Währungen abwickeln, die nicht ­ihrer funktionalen Währung entsprechen. Dieses Risiko minimieren wir durch den Einsatz von Devisentermingeschäften und in seltenen Fällen von Währungsoptionen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in diesem Anhang unter „Derivative Finanzinstrumente“. Im Rahmen von Mikro-Hedges sichern wir sowohl bereits bilanzierte Geschäfte als auch zukünftige mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungsströme. Die eingesetzten Sicherungsinstrumente stimmen in den wesentlichen Bedingungen von Betrag, Laufzeit und Qualität mit den Grundgeschäften überein. Interne Richtlinien regeln den Einsatz der Finanzinstrumente. Zudem erfolgt eine ständige Risikokontrolle dieser Geschäfte. Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich ausschließlich um hochwirksame Devisentermingeschäfte von bonitätsmäßig einwandfreien Banken. Um die Effektivität von Sicherungsbeziehungen zu messen, stellen wir die Markt­werte von Grund- und Sicherungsgeschäften gegenüber. Dabei gleichen sich die Verände­rungen der Marktwerte der Derivate mit den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Cashflows aus den Grundgeschäften aus. Währungsrisiken, die sich aus der Umrechnung ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzernwährung Euro ergeben, sichern wir grundsätzlich nicht ab.

Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag 234.998 T€ (Vorjahr 211.920 T€) und das der gesamten Zinsderivate 60.579 T€ (Vorjahr 70.740 T€). Die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen für Devisentermingeschäfte und Zinsderivate stellen sich wie folgt dar:

Nominalvolumina 2014
Tabelle anzeigen
in T € Gesamt bis 1 Jahr von 1 – 5 Jahren > 5 Jahre
Devisentermingeschäfte 234.998 214.798 19.864 336
Zinsderivate 60.579 21.000 39.579
295.577 235.798 59.443 336
Nominalvolumina 2013
Tabelle anzeigen
in T € Gesamt bis 1 Jahr von 1 – 5 Jahren > 5 Jahre
Devisentermingeschäfte 211.920 194.033 17.887
Zinsderivate 70.740 10.000 60.740
282.660 204.033 78.627

Marktwertänderungen von Derivaten zur Sicherung zukünftiger Cashflows von – 8.104 T€ (Vorjahr 3.446 T€) sind im Eigenkapital enthalten. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Anfangsbestand 1.1. 3.446 1.008
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges – 4 – 29
Abgänge – 2.079 – 1.611
Zugänge – 9.467 4.078
Endbestand 31.12. – 8.104 3.446

Mit die bedeutendste Fremdwährung im KSB Konzern ist der US-Dollar. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in USD haben ein Volumen von rund 47 Mio. € (Vorjahr ca. 41 Mio. €). Die Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in USD beträgt etwa 18 Mio. € (Vorjahr 15 Mio. €).

Für die Währungs-Sensitivitätsanalyse simulieren wir Effekte auf Basis des Nominalvolumens unserer existierenden Währungsderivate sowie der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Dabei unterstellen wir eine 10 %-Aufwertung (Abwertung) des Euro gegenüber den Fremdwährungen.

Zum Bilanzstichtag wären das Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Derivate in diesem Szenario um 13,2 Mio. € niedriger (höher) gewesen; 10,6 Mio. € resultieren aus USD sowie 2,6 Mio. € aus den restlichen Währungen. Zum Vorjahres-Bilanzstichtag wären das Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Derivate um 11,0 Mio. € niedriger (höher) gewesen; 9,3 Mio. € würden aus USD sowie 1,7 Mio. € aus den restlichen Währungen resultieren.

Die hypothetische Ergebnisauswirkung im Berichtsjahr wäre mit 3,6 Mio. € negativ (positiv) gewesen; 1,0 Mio. € würden auf USD sowie 2,6 Mio. € auf die restlichen Währungen entfallen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung im Vorjahr wäre mit 3,5 Mio. € negativ (positiv) gewesen; 1,2 Mio. € würden auf USD sowie 2,3 Mio. € auf die restlichen Währungen entfallen.

Die mit unseren Finanzierungstätigkeiten verbundenen Zinsänderungsrisiken überwachen wir regelmäßig. Um negative Auswirkungen aus Zinsschwankungen an den internationalen Kapitalmärkten zu vermeiden, schließen wir gegebenenfalls Zinssicherungsgeschäfte (Zins­swaps) für in der Regel langfristige Kredite ab. Diese dienen ausnahmslos der Absicherung variabel verzinster Darlehen gegen steigende Zinsen.

Im Rahmen unserer Zins-Sensitivitätsanalyse simulieren wir eine Erhöhung (Absenkung) des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte, jedoch maximal bis zu einem Zinssatz von 0 %. Wir betrachten hierbei die Auswirkungen auf die variabel verzinslichen Finanzinstrumente. 2014 wäre das Zinsergebnis um 3,7 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €) jeweils höher (geringer) ausgefallen. Wertänderungen von Zinsderivaten zur Absicherung variabel verzinslicher Verbindlichkeiten erhöhen (verringern) das Eigenkapital um 1,1 (1,1) Mio. € (Vorjahr 1,8 (1,6) Mio. €).

VII. Kapitalflussrechnung

Bei der Kapitalflussrechnung teilen wir Zahlungsströme auf in die Bereiche Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten, Cashflow aus Investitionstätigkeiten und Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises und aus Wechselkursen sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Der Einfluss von Wechselkursänderungen (Basis: Jahresdurchschnittskurse) und Konsolidierungskreisänderungen auf den Finanzmittelbestand ist gesondert dargestellt.

Innerhalb des Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten zeigen wir als Zwischensumme noch einen Cashflow, der lediglich das Jahresergebnis, die Zu- und Abschreibungen, die Veränderung der langfristigen Rückstellungen sowie zahlungsunwirksame Effekte unter anderem aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens darstellt. Einschließlich der Veränderungen der weiteren operativen Bestandteile von Vermögen (inklusive der Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens) und Schulden ergibt sich der Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten. Es werden nur solche Änderungen berücksichtigt, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeiten berücksichtigen wir ausschließlich die zahlungswirk­samen Investitionszugänge und -abgänge in den Immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen, den Finanziellen Vermögenswerten sowie die Veränderung der Festgelder mit ­einer Laufzeit von mehr als 3 Monaten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten beinhaltet neben Zahlungsströmen, die aus Eigenkapitalpositionen resultieren (Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen) auch diejenigen Zahlungsströme, welche durch Veränderungen von Finanzforderungen und -verbindlichkeiten entstehen.

Sofern im Finanzmittelbestand (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) nicht frei verfügbare Mittel enthalten sind, werden diese gesondert ausgewiesen.

Der Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten enthält Zahlungsströme aus erhaltenen Zinsen in Höhe von 6.434 T€ (Vorjahr 6.387 T€) und Zahlungsströme aus Ertragsteuern in Höhe von – 39.423 T€ (Vorjahr – 51.689 T€). Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten enthält Zahlungsströme aus erhaltenen Dividenden in Höhe von 14 T€ (Vorjahr 286 T€). Der Cashflow aus ­Finanzierungstätigkeiten enthält Zahlungsströme aus Zinsaufwendungen in Höhe von – 8.180 T€ (Vorjahr – 9.130 T€).

VIII. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung entspricht unserer internen Organisations- und Managementstruktur sowie der Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. In unserer Matrixorganisation treffen wir Managemententscheidungen vorrangig auf Basis der für die Segmente Pumpen, Armaturen und Service ermittelten Kennzahlen Auftragseingang, Außenumsatz sowie Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT). Die Darstellung des jeweiligen Vermögens, der Mitarbeiter und der Innenumsätze zwischen den Segmenten sind nicht Bestandteil unseres internen Reportings. Die für diese nach Produktgruppen ausgerichteten Segmente zuständigen Führungskräfte sind ergebnisverantwortlich. Sie erkennen markt- und branchenübergreifend die Chancen für unser Geschäft und bewerten unsere Möglichkeiten auf Basis der bestehenden und künftigen Marktanforderungen. Auch Neu- oder Weiterentwicklungen unserer Produkte stoßen sie frühzeitig an. Hierbei arbeiten sie eng mit unserer Verkaufsorganisation und unserer Produktbereitstellung zusammen.

Die Produktgruppe Pumpen beinhaltet ein- und mehrstufige Pumpen sowie Tauchpumpen und die zugehörigen Regel- und Antriebssysteme. Einsatzgebiete sind die Verfahrens- und Gebäudetechnik, Wassertransport und Abwasser sowie Energieumwandlung und Feststofftransport.

In der Produktgruppe Armaturen sind Absperrklappen, Ventile, Schieber, Regel- und Membranventile sowie Kugelhähne zusammengefasst. Die zugehörigen Antriebe und Regelungen sind ebenfalls enthalten. Einsatzgebiete sind hier vor allem die Verfahrens- und Gebäudetechnik sowie Energieumwandlung und Feststofftransport.

Die Produktgruppe Service umfasst für alle Einsatzgebiete die Montage, Inbetriebnahme, Inspektion, Wartung und Reparatur von Pumpen, artverwandten Systemen sowie Armaturen, ebenso modulare Servicekonzepte und Systemanalysen für komplette Anlagen.

Die Angaben zu den einzelnen Segmenten sind in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des zugrunde liegenden Konzernabschlusses ermittelt.

Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze sind marktorientiert festgelegt (Arm’s-Length-Prinzip).

Im Berichtszeitraum gibt es, wie in der vergleichbaren Vorjahresperiode, keine aufgegebenen Geschäftsbereiche.

Der Auftragseingang nach Segmenten stellt die Auftragseingänge mit externen Dritten und mit nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gruppengesellschaften dar. Der Auftrags­eingang (ungeprüft) wird auf freiwilliger Basis berichtet.

Als Außenumsatz nach Segmenten zeigen wir die Umsätze mit externen Dritten und mit nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gruppengesellschaften. Die Effekte aus der Bewertung von Fertigungsaufträgen nach IAS 11 sind als Überleitungseffekt gesondert ausgewiesen.

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) für die Segmente sowie das Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) einschließlich der nicht beherrschenden Ergebnis­anteile anderer Gesellschafter. Die Effekte aus der Bewertung von Fertigungsauf­trägen nach IAS 11 sind als Überleitungseffekt gesondert ausgewiesen.

Tabelle anzeigen
Auftragseingang* Außenumsatz EBIT
in T € 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Segment Pumpen 1.524.126 1.453.275 1.437.920 1.526.192 55.785 105.220
Segment Armaturen 407.394 386.976 378.839 372.507 16.947 7.301
Segment Service 389.702 400.941 373.824 402.270 28.757 42.708
Überleitung – 8.844 – 53.638 – 12.850 – 19.032
Gesamt 2.321.222 2.241.192 2.181.739 2.247.331 88.639 136.197
Übriges Finanzergebnis – 16.045 – 16.782
Ergebnis vor Ertragsteuern ( EBT ) 72.594 119.415
*
ungeprüft

Das EBIT des Segments Pumpen enthält Abschreibungen von 44,7 Mio. € (Vorjahr 39,0 Mio. €), des Segments Armaturen von 11,5 Mio. € (Vorjahr 10,5 Mio. €) und des Segments Service von 11,7 Mio. € (Vorjahr 10,8 Mio. €).

Von den dargestellten Umsätzen wurden 604.449 T€ (Vorjahr 599.895 T€) von den in Deutschland ansässigen Gesellschaften, 251.267 T€ (Vorjahr 250.122 T€) von den französischen Gesellschaften, 164.744 T€ (Vorjahr 192.469 T€) von den US-amerikanischen Gesellschaften und 1.161.279 T€ (Vorjahr 1.204.845 T€) von den übrigen Konzerngesellschaften erwirtschaftet.

Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteile gemessen am Konzernumsatz wesentlich sind.

Das gesamte langfristige Vermögen des KSB Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 494.469 T€ (Vorjahr 457.851 T€); davon entfallen 182.151 T€ (Vorjahr 181.386 T€) auf die in Deutschland ansässigen Gesellschaften und 312.318 T€ (Vorjahr 276.465 T€) auf die übrigen Konzerngesellschaften. Es beinhaltet die Immateriellen Vermögenswerte und die Sachanlagen. ­Geschäfts- oder Firmenwerte, langfristige Finanzinstrumente sowie Aktive latente Steuern sind nicht enthalten.

IX. Sonstige Angaben

Die Anpassungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die nachfolgenden Sonstigen Angaben.

Eventualschulden (Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen)

Haftungsverhältnisse und gewährte Sicherheiten
Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Bürgschaften 2.545 3.451
Gewährleistungsverträge 1.250 3.998
Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
und sonstige Eventualschulden
4.230 3.652
8.025 11.101

Die sonstigen Eventualschulden enthalten 607 T€ für Steuersachverhalte (Vorjahr 740 T€). Derzeit liegen keine Erkenntnisse vor, die auf eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen hindeuten.

Es bestehen Eventualschulden des KSB Konzerns aus der Beteiligung an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 5.697 T€ (Vorjahr 3.236 T€). Der angegebene Betrag stellt den Anteil des Konzerns an den Eventualschulden aus Gemeinschaftsunternehmen dar. In welchem Umfang ein Mittelabfluss erforderlich werden wird, hängt vom künftigen Geschäftsverlauf des jeweiligen Unternehmens ab.

OPERATIVE LEASINGVERHÄLTNISSE
Tabelle anzeigen
Mindestleasingzahlungen
in T € 2014 2013
fällig bis 1 Jahr 16.283 14.955
fällig von 1 – 5 Jahren 30.045 24.648
fällig > 5 Jahre 9.005 8.597
55.333 48.200

Im Berichtsjahr haben wir 14.955 T€ (Vorjahr 14.984 T€) aufgewendet.

Die operativen Leasingverträge beziehen sich überwiegend auf Kraftfahrzeuge und Immobilien.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse
Tabelle anzeigen
Mindestleasingzahlungen Barwerte
in T € 2014 2013 2014 2013
fällig bis 1 Jahr 538 567 526 533
fällig von 1 – 5 Jahren 1.028 1.273 1.015 1.222
fällig > 5 Jahre 173 165 169 152
1.739 2.005 1.710 1.907

Die Finanzierungs-Leasingverträge beziehen sich größtenteils auf Immobilien. Hierbei umfasst die Laufzeit des Vertrages den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Die jährlichen Verpflichtungen aus IT-Dienstleistungsverträgen betragen über eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren 22.956 T€ (Vorjahr 32.911 T€).

Es bestehen wie im Vorjahr keine Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben und keine Zahlungsverpflichtungen aus Kapitalmaßnahmen bei Gruppengesellschaften.

Das gesamte Bestellobligo für Investitionen (grundsätzlich Sachanlagevermögen) beträgt 17.809 T€ (Vorjahr 12.462 T€). Die entsprechenden Zahlungen sind nahezu vollständig 2015 fällig.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr 48.650 T€ (Vorjahr 47.400 T€).

Die erstmals einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften hatten keine Auswirkungen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der KSB AG beeinflusst werden können beziehungsweise die einen Einfluss auf die KSB AG ausüben können.

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der KSB AG und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem KSB Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die KSB Stiftung, Stuttgart, als oberstes Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe, am 21. Mai 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der KSB AG, Frankenthal / Pfalz, am 5. Mai 2008 die Schwelle von 75,00 % überschritten hat und zu diesem Tag 80,24 % (711.453 Stimmrechte) betrug. Davon hielt die KSB Stiftung, Stuttgart, 0,54 % (4.782 Stimmrechte) direkt und 79,70 % (706.671 Stimmrechte) waren der KSB ­Stiftung, Stuttgart, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der KSB Stiftung, Stuttgart, zugerechneten Stimmrechte wurden von der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, ­gehalten.

Zu den nahestehenden Unternehmen zählen auch die nicht konsolidierten Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal.

Die folgende Tabelle zeigt erbrachte und in Anspruch genommene Leistungen sowie offene Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Unternehmen:

Tabelle anzeigen
Verkäufe von Waren und Dienstleistungen Käufe von Waren und Dienstleistungen Forderungen Verbindlichkeiten
in T € 2014 2013 2014 2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Mutterunternehmen Klein
Pumpen GmbH
11 13 24 24 18
Tochtergesellschaften der
Klein Pumpen GmbH
3 3 2.374 2.448 130 128 164
Gemeinschaftsunternehmen
der Klein Pumpen GmbH
19 90 57 3 20

Die Geschäftsvorfälle in Verbindung mit dem Mutterunternehmen Klein Pumpen GmbH ­basieren auf einem Miet- und Dienstleistungsvertrag zwischen der KSB AG und der Klein Pumpen GmbH.

Die Geschäfte mit Tochterunternehmen der Klein Pumpen GmbH bestehen im Wesentlichen aus Transaktionen mit der Abacus Personaldienstleistungen GmbH, die mit der KSB AG einen Werkvertrag geschlossen hat und der PALATINA Versicherungsvermittlungsgesellschaft mbH, die Dienstleistungen für Privat- und Firmenversicherungen erbringt. Zwischen ihr und der KSB AG besteht ein Miet- und Dienstleistungsvertrag.

Zwischen der KSB AG und der Abacus alpha GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH, besteht ebenfalls ein Dienstleistungsvertrag.

Allen Rechtsgeschäften liegen marktübliche Konditionen zugrunde. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Salden sind unbesichert, unverzinslich und werden durch Zahlungen beglichen. Es wurden weder Garantien gegeben noch wurden solche erhalten. Die hier dargestellten Forderungen wurden, wie im Vorjahr, weder wertberichtigt, noch wurden für diesen Zweck Rückstellungen gebildet.

Angaben an anderer Stelle dieses Anhangs zu Sonstigen Beteiligungen sowie nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen beziehen sich auf marktgerechte Lieferungs- und Leistungsbeziehungen, soweit nicht anders vermerkt.

Gemäß IAS 24 ist die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns anzugeben. Die nachfolgende Tabelle enthält die für den KSB Konzern relevanten Angaben für die Vergütung der Mitglieder des Vorstands:

Tabelle anzeigen
in T € 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristig fällige Leistungen (Gesamtbezüge) 1.427 1.890
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.011 1.566
Andere langfristig fällige Leistungen
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Anteilsbasierte Vergütungen
Insgesamt 3.438 3.456

Unsere Hauptversammlung am 19. Mai 2010 hat auf Basis der gesetzlichen Regelungen beschlossen, dass die individualisierte Aufgliederung der Vorstandsbezüge unterbleibt.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind 41.861 T€ (Vorjahr 30.103 T€) zurückgestellt; deren Gesamtbezüge betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.232 T€ (Vorjahr 1.699 T€).

Für das Geschäftsjahr 2014 betragen die kurzfristig fälligen Leistungen (Gesamtbezüge) der Mitglieder des Aufsichtsrats 944 T€ (Vorjahr 1.219 T€).

Die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand sind vor den Ausführungen zum Gewinnverwendungsvorschlag für die KSB AG angegeben.

Wirtschaftsprüfer

In der Hauptversammlung der KSB AG am 14. Mai 2014 wurde die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Hamburg, Zweigniederlassung Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 bestellt. Es sind folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden:

Tabelle anzeigen
in T € 2014 2013
Abschlussprüfungsleistungen 412 413
Andere Bestätigungsleistungen 2
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen 36 50
Gesamthonorar 450 463

Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlüsse der KSB AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen Testatsleistungen außerhalb der Jahresabschlussprüfung. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen überwiegend Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die KSB Service GmbH, Frankenthal, und die KSB Service GmbH, Schwedt, haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KSB AG haben die aktuelle Erklärung zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung ist auf unserer Website (www.ksb.com) veröffentlicht und damit dauerhaft zugänglich gemacht.

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