Prognosebericht

Die Weltwirtschaft wird im laufenden Jahr voraussichtlich nur leicht stärker wachsen als 2014. Hiervon geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem im Oktober veröffentlichten Ausblick auf das Jahr 2015 aus. An dieser Prognose sowie den Einschätzungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) orientieren wir unsere gesamtwirtschaftlichen Erwartungen.

So ist entsprechend der IWF-Prognose von einem Wachstum der globalen Wirtschaft in Höhe von real 3,5 % auszugehen. Dabei wird die Entwicklung der einzelnen Volkswirtschaften regional sehr unterschiedlich ausfallen; außerdem haben nach IWF-Einschätzung die Risiken zugenommen, auf die wir im nachfolgenden Berichtsteil eingehen.

Für den gemeinsamen Währungsraum innerhalb der EU, die wir als unseren Heimatmarkt betrachten, ist eine Wachstumsrate von nur 1,3 % zu erwarten. Im Gegensatz zu den Vor­jahren gehen die Bremswirkungen dabei nicht nur von den Peripheriestaaten aus. Vielmehr zeigen auch die ökonomischen Schwergewichte Italien und Frankreich Schwächen, was sich voraussichtlich auf die Nachfrage nach Pumpen, Arma­turen und Serviceleistungen auswirken wird. Die für unser Geschäft besonders wichtige deutsche Wirtschaft soll im ­laufenden Jahr, laut EU-Kommission, um 1,5 % expandieren. Allerdings lassen die Ausrüstungsinvestitionen keine wesent­lichen Wachstumsbeiträge erwarten, die unser Geschäft beflügeln könnten.

Die unverändert größte Volkswirtschaft, USA, kann ihr zu erwartendes Wachstum von 3,6 % auf die Verfügbarkeit preiswerter Energieträger und die dadurch begünstigte heimische Industrie stützen. Diese lässt eine tendenziell höhere Nachfrage nach Ausrüstungsgütern erwarten.

Erneut wird ein Großteil des globalen Wachstums auf die sogenannten Schwellenländer entfallen. Für diese aufstrebenden Wirtschaftsräume, in denen wir uns seit Jahren verstärkt engagieren, sieht der IWF insgesamt ein Wachstum von real 4,3 % voraus. Dabei ist berücksichtigt, dass sich die ökonomische Expansion in China weiter abschwächt und die Rahmen­bedingungen in Brasilien und insbesondere in Russland schwierig bleiben. In Indien ist aufgrund des erwarteten Nachhol­bedarfs bei den Investitionen mit einer guten Entwicklung zu rechnen. In Brasilien, China sowie Indien können wir die Nachfrage zu großen Teilen aus unseren Werken vor Ort bedienen; deren Leistungsfähigkeit stärken wir im globalen Produktionsverbund.

Der IWF warnt aber auch vor Gefahren für die Weltwirtschaft, zu denen geopolitische Krisen gehören, eine mögliche Überhitzung der Finanzmärkte sowie eine drohende Stagnation in der Eurozone. Insofern bleibt die Prognose, die unseren Geschäftserwartungen zugrunde liegt, mit vielen Unsicherheiten behaftet.

Erholt sich die Weltwirtschaft wie vorausgesagt, bieten sich international ausgerichteten Maschinen- und Anlagenbauern diverse Chancen, ihr Geschäft auszuweiten. So prognostiziert der VDMA, dass der globale Umsatz mit Maschinen preis­bereinigt um 5 % steigen wird. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau rechnen die VDMA-Volkswirte mit einem Produktionswachstum von 2 %.

Wie schon 2014 hegt der VDMA allerdings für das Geschäft mit Pumpen niedrigere Erwartungen als für die Erzeugnisse des Maschinenbaus insgesamt. So geht der Fachverband für die deutschen Hersteller von Flüssigkeitspumpen von einem stagnierenden Umsatz aus. Der zuletzt rückläufige Umsatz mit Industriearmaturen soll hingegen um 2 % steigen.

AUFTRAGS- UND UMSATZWACHSTUM GEPLANT

Auf Basis der allgemeinen Konjunkturprognose, der Erwartungen der Branche und der eigenen Einschätzung des Marktes, die insgesamt positiv ist, haben wir vorgesehen, den Auftragseingang im Konzern spürbar zu steigern. Hierzu sollen nicht nur konjunkturelle Impulse beitragen. Vielmehr erwarten wir, dass die Einführung technisch verbesserter Produkte, unsere vertrieblichen Initiativen sowie die Nutzung neuer Service­standorte auf den Bestelleingang stimulierend wirken.

Zu der geplanten Erhöhung des Auftragseingangs soll die Ausrüstung eines Großkraftwerks in China mit neu entwickelten Pumpen nennenswert beitragen. Für 2015 rechnen wir mit Zuwächsen in allen drei Segmenten: Pumpen, Armaturen und Service.

Unser Konzernumsatz soll sich verbessern und dabei den Rückgang 2014 mehr als ausgleichen. Dazu erwarten wir bei Pumpen und Armaturen markante Zuwächse sowie einen geringen Anstieg des Servicegeschäfts.

Pumpen

Das Geschäft mit Pumpen wollen wir im laufenden Jahr erweitern. Wir gehen davon aus, mit Pumpen einen deutlich höheren Auftragseingang und Umsatz als 2014 erreichen zu können.

Dieses Vorhaben erleichtert ein modernisiertes Programm an Norm- und Blockpumpen, deren regionale Fertigung den Beschaffungswünschen vieler Kunden entgegenkommt. Den Abnehmern unserer Produkte stellen wir außerdem ein größeres Angebot an Hochdruck-Gliederpumpen, an Hygiene- und Sterilpumpen sowie an Heizungs-Umwälzpumpen zur Verfügung.

Wachstumsimpulse erwarten wir aus der allgemeinen und chemischen Industrie sowie aus der Nahrungs- und Getränkebranche. Zugleich haben wir durch unsere an API-Standard angepassten Prozesspumpen bessere Chancen, an der Ausrüstung von Offshore-Anlagen teilzuhaben. In der Gebäude­technik wollen wir als Komplettanbieter bei Pumpen unseren Kundenstamm an Händlern und Großinstallateuren verbreitern.

Die gesetzlichen Vorgaben zum Einsatz effizienter Antriebe in Europa, China und den USA lassen uns außerdem annehmen, dass die dortigen Kunden mehr verbrauchsarme Motoren der Klassen IE3 und IE4 nachfragen werden. Auf diese vor­aussehbare Entwicklung reagieren wir, indem wir anstelle von Asynchronmotoren für Pumpen in der Industrie-, Wasser- und Gebäudetechnik verstärkt Hocheffizienzantriebe anbieten. Unsere magnetfreien Synchron-Reluktanzmotoren offerie­ren wir, unabhängig vom Pumpengeschäft, auch für andere rotierende Maschinen.

Entsprechend dem Bedarf der chinesischen Energiewirtschaft, die 60 neue Nuklearkraftwerke plant oder bereits errichtet, werden wir eine hochmoderne Hauptkühlmittelpumpe anbieten, die wir in Shanghai testen.

Armaturen aus Jundiaì: Mitarbeiter der brasilianischen KSB Válvulas Ltda. bei der Kugelhahn-Montage.

Armaturen

Mit unserem Sortiment an Ventilen, Schiebern und Klappen wollen wir die geschäftlichen Möglichkeiten des Armaturenmarktes für unser Wachstum nutzen. Dieser hat insgesamt ein größeres Nachfragevolumen als der Pumpenmarkt, ist aber wettbewerbsseitig stärker differenziert. Auch im aktuellen Geschäftsjahr werden wir uns weniger auf den Massenmarkt als auf solche Anwendungsbereiche konzentrieren, die eine anspruchsvolle Technik benötigen. Dabei streben wir an, unseren Auftragseingang sowie unseren Umsatz mit dieser Produktgruppe im Vergleich zu 2014 deutlich zu steigern.

Unverändert gut aufgestellt sind wir dazu mit unserem Programm an Armaturen, die in der Herstellung und im Transport von Flüssiggas zum Einsatz kommen. Rund 60 % aller in der Welt eingesetzten LNG-Tanker sind mit KSB-Armaturen ausgestattet; entsprechend rechnen wir damit, an einer steigenden Nachfrage angemessen zu partizipieren.

Im Transport von Wasser sind in vielen Pipelines bereits bis zu 4 m große Absperrklappen aus unserer Fertigung in Burgos (Spanien) im Einsatz. Für Wasserleitungen mit kleineren Durchmessern bis 1,4 m haben wir unser Programm jetzt um eine Klappe ergänzt, die auch als Rückflussverhinderer dient. Diese Doppelfunktion lässt erwarten, dass das Produkt die Akzeptanz vieler Kunden findet.

Verbesserte Geschäftserwartungen verbinden wir auch mit neuen Kraftwerksarmaturen nach ANSI-Normen, wie sie die Kunden vor allem für Anlagen in China, Indien und den USA nachfragen. Mit unserem erweiterten Angebot haben wir auf die verringerte Nachfrage in Europa nach energietechnischen Armaturen reagiert, die dem DIN-Standard entsprechen. Darüber hinaus passen wir unser Programm an anlagentech­nische Veränderungen an und stellen jetzt einen Kraftwerksschieber für hohe Drücke und Temperaturen bereit. Dieser ist für einen neuen Kraftwerkstyp gedacht, der gegenüber den bisherigen mit Kohle befeuerten Anlagen effizienter arbeiten und weniger CO2-Emissionen verursachen wird.

Service

Unser Servicegeschäft wollen wir im Auftragseingang und im Umsatz moderat ausweiten. Dazu ergreifen wir die Möglichkeiten, die sich uns bei Retrofit-Großprojekten bieten. Solche Vorhaben betreffen in Frankreich auch verschiedene Kernkraftwerke. Um Auftragsrückgänge im deutschen Markt auszugleichen, haben wir für diese Anlagen unser Dienst­leistungs­angebot erweitert.

Dort, wo wir 2014 neue Servicecenter eingerichtet haben, wollen wir im laufenden Jahr zusätzliches Geschäft generieren. Dies gilt im Besonderen für die in den Bergbauregionen eröffneten Stützpunkte, über die wir den Betreibern von Minen Dienstleistungen und Ersatzteile anbieten. In Asien sehen wir einen leichten Nachfragetrend zu einem professionellen Service für Anlagen mit Pumpen und Armaturen, den wir ebenfalls nutzen werden.

Grundsätzlich schwierig bleiben wird die Auftragslage in der deutschen Energiewirtschaft, die sich weiter im Umbruch befindet. Das Volumen der Modernisierungs- und Instandhaltungsvorhaben wird auch 2015 sehr viel niedriger sein als vor der Energiewende.

Nach dem für das laufende Jahr geplanten Bau eines neuen Ersatzteil-Logistikzentrums werden wir die Versorgung unserer Kunden mit Austauschkomponenten aus europäischer Produktion beschleunigen. Dies wird sich voraussichtlich positiv auf unser Geschäft auswirken. Gleiches gilt für die schon 2014 fertiggestellte Einrichtung in Pegnitz, um chemisch belastete Pumpen in Deutschland umweltsicher zu demontieren.

PERSPEKTIVEN DES KONZERNS UND DER REGIONEN

In den Regionen Mittlerer Osten / Afrika, Asien und Amerika / Ozeanien gehen wir davon aus, den Auftragseingang unserer dortigen Unternehmen moderat bis deutlich erhöhen zu können. Eine leichte Verbesserung erwarten wir auch bei den Bestellungen, die unsere europäischen Gesellschaften erhalten. Dabei schließen unsere Planungen den erwähnten kraftwerkstechnischen Großauftrag ein.

Kraftwerkstechnik global: Kesselspeisepumpen fertigt KSB außer in Deutschland künftig haupt- sächlich in China und Indien.

Unseren Umsatz wollen wir in allen Regionen steigern, wobei das Wachstum sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Teilweise basiert die Umsatzentwicklung auf den 2014 oder früher eingegangenen Aufträgen im Projektgeschäft.

Insbesondere für den Auftragseingang sind allerdings die im nachfolgenden Chancen- und Risikobericht ausgeführten Eventualitäten zu berücksichtigen.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
*
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2015)
**
Quelle: EU-Kommission (Februar 2015); Zusatzinfo: Eurozone + 0,8 % (2014), + 1,3 % (2015)

Europa

Das Wachstum in den für unser Geschäft wichtigen Branchen wird in Europa gering bleiben, was die Nachfrage nach ­Pumpen und Armaturen für neue Anlagen einschränkt. Entsprechend stärker wollen wir die Bedarfe der Betreiber erfassen, die unsere Produkte im Einsatz haben; diese bedienen wir mit Service, Ersatzteilen und Neuprodukten. Außerdem nutzen wir unsere geschäftlichen Optionen im Breiten- und Projektgeschäft. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass das Auftragsvolumen unserer europäischen Konzerngesellschaften sowie ihr Umsatz im laufenden Jahr spürbar steigen werden.

In der KSB AG wollen wir mit verstärkten Vertriebsanstrengungen und technisch überarbeiteten Produkten die Poten­ziale des insgesamt leicht wachsenden Marktes nutzen. Hierzu wird eine starke Präsenz auf Messen für Industrie-, Gebäude- und Wassertechnik beitragen. Außerdem haben wir begonnen, unsere Fertigung in Teilen neu auszurichten und damit unsere Kostenposition zu verbessern. Dies gilt insbesondere für Kühl- und Kesselspeisepumpen, Unterwassermotorpumpen sowie Gusskomponenten aus eigener Produktion.

Die KSB S.A.S. sieht sich im laufenden Jahr in Frankreich einem unverändert schwierigen Marktumfeld gegenüber, hat allerdings weiterhin gute Exportchancen für ihre Tieftemperatur-Klappen. Da sie eine steigende Nachfrage nach solchen Spezialklappen für extrem niedrige oder auch sehr hohe ­Temperaturen erwartet, baut sie eine neue Fertigung in Westfrankreich auf.

Mittlerer Osten / Afrika

Das prognostizierte Wachstum in der Region Mittlerer Osten / Afrika wird sich im laufenden Jahr positiv auf die Geschäfts­tätigkeit unserer dortigen Konzerngesellschaften auswirken. Entsprechend wird deren Auftragseingang und Umsatz spürbar steigen. Prinzipiell gute Auftragschancen bieten sich in der Chemie und Petrochemie, im Baugewerbe sowie im Transportwesen. Allerdings kann ein dauerhaft niedriger Rohölpreis in den Förderstaaten dazu führen, dass geplante Projekte zeitlich verschoben werden.

Von positiven Investitionsentscheidungen können auch einzelne KSB-Gesellschaften in anderen Regionen profitieren, die mit Unterstützung unserer lokalen Kräfte in diesen Markt exportieren. Weiterhin unsicher ist die geschäftliche Perspektive in der Region wegen der zahlreichen politischen und militä­rischen Krisenherde. Je nachdem, wie sich diese Problemlagen entwickeln, können sie unsere Geschäfte in der Region tangieren. In erster Linie richten wir unsere Aktivitäten daher auf solche Märkte aus, für die keine kritischen Entwicklungen prognostiziert sind.

Asien

Die Märkte in Asien bieten weiterhin gute geschäftliche Möglichkeiten, die wir in China, Indien, Korea, Taiwan und einer Reihe südostasiatischer Länder über eigene Vertriebs- und Fertigungsgesellschaften wahrnehmen. Wir erwarten, dass diese Unternehmen ihren Auftragseingang und Umsatz 2015 deutlich steigern.

2015 werden wir Maßnahmen durchführen, um die in China und Indien geplanten Kraftwerke verstärkt mit regional gefertigten Produkten zu versorgen. Weitere wichtige Einsatzfelder unserer Pumpen und Armaturen sind in Asien die Industrie, die Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie die Marine.

Um die Absatzmöglichkeiten in China stärker zu nutzen, haben wir begonnen, unsere Aktivitäten dort neu zu strukturieren. Auf diesem Wege wollen wir unser neues Vertriebssystem installieren, die lokalen Fertigungseinrichtungen effizienter nutzen und durch bessere Leistungen die Kunden an uns binden.

Im zweiten großen Markt der Region, Indien, können öffentliche Infrastrukturprojekte und private Vorhaben die Nachfrage nach unseren Produkten beleben. Wir rechnen damit, dass unsere Kunden ab der zweiten Jahreshälfte wieder Komponenten für neue Kohlekraftwerke bestellen. Darüber hinaus wird die Industrie, nach einer längeren Phase der Zurückhaltung bei Investitionen, voraussichtlich mehr Aufträge vergeben.

In Südostasien, wo wir mit eigenen Gesellschaften in Indonesien, Singapur, Thailand und Vietnam tätig sind, wird sich die Auftragslage für Investitionsgüter weiter beleben. Eine positive Entwicklung sehen wir dort auch in dem Trend zu mehr Umweltschutz und einem geringeren Ressourcenverbrauch. Dieser sollte dazu führen, dass öffentliche und private Unternehmen vermehrt Produkte ordern, die ein nachhaltiges Wirtschaften erleichtern.

Amerika / Ozeanien

Mit unseren Gesellschaften in Amerika sowie Australien wollen wir 2015 ein markantes Wachstum im Auftragseingang und im Umsatz verwirklichen.

In Nordamerika wird unsere umsatzstärkste Gesellschaft, GIW Industries, Inc., für ihr Programm an Feststoffpumpen, nach aktuellen Prognosen, frühestens gegen Jahresende mit einer Belebung des Bergbaus rechnen können. In Kanada, den USA und Mexiko richten wir unsere Vertriebstätigkeit darüber hinaus auf die Industrie, einschließlich der Petrochemie, sowie die Energie-, Wasser- und Abwasserwirtschaft aus. In diesen Branchen bieten wir neben Pumpen und Armaturen auch Engineering-Leistungen an. Unser bislang nur punktuelles Servicegeschäft in Nordamerika beabsichtigen wir auszubauen.

In Südamerika können im laufenden Jahr mehrere über längere Zeit aufgeschobene Vorhaben in der Wasser-, Abwasser- und Energiewirtschaft zur Vergabe kommen. Entsprechende Auftragschancen ergeben sich daraus für unsere dortigen Unternehmen. Darüber hinaus wird eine KSB-Gesellschaft in Kolumbien ihr Geschäft aufnehmen und diesen Markt für uns erschließen. Allerdings wird die voraussichtlich schwache volkswirtschaftliche Entwicklung in Brasilien die dortigen Wachstumsmöglichkeiten limitieren.

Dies gilt ebenso für Australien, wo die anhaltend schwierige Lage der Wirtschaft die geplante Erholung unseres Geschäfts erschwert. Dieses haben wir auf den Bergbau sowie die Energie-, Wasser- und Abwasserwirtschaft konzentriert, nachdem der Industriesektor des Landes weiter schrumpft.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Für die aktuelle Geschäftsperiode sehen wir, trotz konjunktureller Unsicherheiten, gute Möglichkeiten, unsere Volumen- und Ergebniszahlen in allen drei Segmenten zu verbessern. Das laufende Jahr werden wir intensiv nutzen, um im Auftrags­eingang und im Umsatz die beschriebenen Steigerungen zu realisieren sowie unser Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) zu erhöhen. Darüber hinaus haben wir begonnen, unsere strategischen Schwerpunkte zu überprüfen und passen diese im Rahmen eines Strategie-Updates an veränderte Marktgegebenheiten an.

Dass wir einen wesentlichen Teil unserer Marketing- und Verkaufsaktivitäten auf entsprechend definierte Fokusbereiche ausrichten, wird zu dem angestrebten Wachstum beitragen. Die neue Vertriebsstruktur sehen wir dabei als geeignet, um die Kunden weltweit schnell und individuell zu betreuen. Zugleich werden wir mit Produkten, die wir auf den großen Messen des Jahres vorstellen, die Attraktivität unseres Angebots für die Kunden erhöhen.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts der BRIC-Staaten

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2015)

Eine wichtige Aufgabe bleibt es 2015, die globale Wettbewerbs­fähigkeit zu steigern, indem wir unsere Kostenbasis verbessern. Hierzu setzen wir die 2014 beschlossenen und eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen um. Darüber hinaus werden wir im laufenden Jahr Schritte unternehmen, die Komplexität unseres Produktprogramms zu verringern, Fertigungsbereiche neu zu strukturieren sowie die Rentabilität und strategische Relevanz unserer Gesellschaften zu überprüfen.

Für das Segment Pumpen gehen wir im Auftragseingang und im Umsatz von spürbaren Anstiegen gegenüber den 2014 erreichten Werten aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) wird trotz der noch schwierigen Erlössituation im Projektgeschäft voraussichtlich erheblich über dem Vorjahr liegen. Mit unseren Armaturen streben wir im Vergleich zu 2014 markante Zuwächse im Auftragseingang und beim EBIT sowie einen deutlichen Anstieg beim Umsatz an. Im Service planen wir für die Volumenkennzahlen jeweils ein moderates Wachstum; das EBIT in diesem Segment wollen wir erheblich steigern.

Für den Konzern insgesamt rechnen wir gegenüber 2014 damit, dass Auftragseingang und Umsatz deutlich steigen. Auch das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) soll sich erheblich verbessern und wieder einem Wert in dreistelliger Millionenhöhe annähern. Entsprechend wird sich die Umsatzrendite vor Ertragsteuern 2015 voraussichtlich auf einen Wert im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöhen. Für die Nettofinanzposition erwarten wir einen nahezu unveränderten Wert von 180 bis 190 Mio. €.

Der Prognosezeitraum für die vorangehenden Ausführungen, die wir unter Berücksichtigung der nachfolgend dargestellten Chancen und Risiken erarbeitet haben, umfasst das Geschäftsjahr 2015. Über diesen Zeitraum hinausgehende wesentliche Sondereinflüsse sind uns nicht bekannt.

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Soweit dieser Bericht zukunftsbezogene Aussagen und Informationen enthält, beruhen diese auf Annahmen der Geschäfts­leitung. Sie drücken unsere aktuellen Prognosen und Erwartungen im Hinblick auf künftige Ereignisse aus. Folglich sind diese zukunftsbezogenen Aussagen und Informationen mit Risiken und Unsicherheiten behaftet, die außerhalb des Einflussbereichs der Geschäftsleitung liegen. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ereignisse oder Ergebnisse wesentlich von den dargestellten zukunftsbezogenen Aussagen und Informationen abweichen können, wenn eine oder mehrere der nachfolgend genannten oder aber andere Chancen beziehungsweise Risiken und Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Retrofit statt Neukauf: Zur Modernisierung von ­Pumpen entstehen am CAD-Bildschirm maßgeschneiderte Komponenten.
To top