Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Unsere im Vorjahr geäußerten Erwartungen haben sich wegen der konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie Einmalkosten und Belastungen in Zusammenhang mit der Neuausrichtung des KSB Konzerns nur teilweise erfüllt. Der Auftragseingang im Konzern stieg, wie im Kapitel „Geschäftsverlauf“ ausgeführt, trotz außerplanmäßig hoher negativer Währungseinflüsse erwartungsgemäß (+ 3,6 %). Dabei haben die Segmente Pumpen und Armaturen die prognostizierten Zuwächse mit 4,9 % und 5,3 % erreicht. Entgegen unserer Planung musste der Service allerdings einen Rückgang um 2,8 % verkraften; hier waren wir ebenfalls von einem deutlichen Anstieg ausgegangen. Beim Umsatz hat sich unser Ausblick (moderates Wachstum) nicht bestätigt; er verringerte sich konzernweit um 2,9 %. Auch hier haben sich Effekte aus der Umrechnung von Fremdwährungen in Euro unerwartet stark nach­teilig ausgewirkt. Dabei konnten im Jahresvergleich lediglich die Armaturen ihre Zielgröße (leichter Anstieg) erreichen. Der Umsatz bei Pumpen erhöhte sich nicht wie vorgesehen geringfügig, sondern nahm um 5,8 % ab; beim Service mussten wir erhebliche Rückgänge (– 7,1 %) anstelle der geplanten deutlichen Zuwächse ver­kraften. Wegen des unerwartet schwierigen Marktumfelds, verbunden mit einem anhaltenden Preisdruck im Projektgeschäft sowie nicht geplanten Einmal- und Restrukturierungskosten in Höhe von 30 Mio. €, blieb der vorgesehene moderate Gewinn­anstieg aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) verringerte sich um 47,6 Mio. € auf 88,6 Mio. €. Die Segmente Pumpen und Service mussten sehr starke Rückgänge verkraften, der Bereich Armaturen hingegen konnte sich erheblich verbessern und erreichte somit die im Vorjahresbericht gestellte Prognose. Geplant hatten wir für Pumpen nur leichte Rückgänge und für den Service deutliche Zuwächse. Folglich reduzierte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) des Konzerns um 39,2 % gegenüber dem Vorjahreswert; auch bei der Umsatzrendite vor Ertragsteuern erreichten wir somit nicht unser Ziel. Wegen des rückläufigen Ergebnisses bei einem gleichzeitig stark gestiegenen Investitionsvolumen hat sich die Nettofinanzposition mit 185,5 Mio. € ebenfalls etwas schlechter entwickelt als vor zwölf Monaten geplant (200 Mio. €).

ERTRAGSLAGE

Die schwierige wirtschaftliche Gesamtsituation – insbesondere das weiterhin durch starken Preisdruck geprägte Projekt­geschäft – sowie Einmal- und Restrukturierungskosten haben im Konzern einen starken Ergebnisrückgang bewirkt.

Gesamtleistung

Die zuvor erwähnte Umsatzverringerung zeigt sich auch in einer niedrigeren Gesamtleistung. Da sich die Bestandsverän­derung im Jahresvergleich allerdings umkehrte (2014: Erhöhung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen um 12,0 Mio. €, im Vorjahr Verminderung um 24,9 Mio. €), fiel der Rückgang um 1,2 % auf 2.197,7 Mio. € (Vorjahr 2.223,9 Mio. €) deutlich moderater aus als bei den Umsatz­erlösen.

Erträge und Aufwendungen

Die Sonstigen Erträge haben sich von 44,6 Mio. € auf 36,3 Mio. € verringert, unter anderem wegen rückläufiger Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstel­lungen.

Der Materialaufwand ist um 0,6 % gesunken. Wegen des deutlicheren Rückgangs der Gesamtleistung ist der Anteil des Materialverbrauchs (887,4 Mio. €) von 40,1 % im Vorjahr auf 40,4 % im Berichtsjahr gestiegen.

Der Personalaufwand ist um 0,3 % auf 785,5 Mio. € gesunken. In Relation zur Gesamtleistung verzeichneten wir allerdings 0,3 Prozentpunkte mehr. Wesentliche Einflussgrößen waren die tariflichen Entgeltsteigerungen sowie eine rückläufige Beschäftigtenzahl. Die Belegschaft hat sich bis zum Ende des Berichtsjahres gegenüber 2013 um 237 Beschäftigte auf 16.309 verringert. Deutliche Rückgänge, um insgesamt 176 Mitarbeiter, verzeichneten die KSB AG und die KSB Service GmbH, Frankenthal. Diese Personalreduktion ist Teil der Maßnahmen, KSB an neue Marktverhältnisse anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Darüber hinaus senkten unsere chinesischen Tochterunternehmen ihre Personalzahl um insgesamt 103. Im Gegenzug kamen im Berichtsjahr 49 Mitarbeiter durch die vorgenommenen Konsolidierungskreis­anpassungen neu in den Konzern. Folglich beschäftigte der KSB Konzern im Jahresdurchschnitt 131 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Aufgrund der geringeren Gesamtleistung bei gleichzeitig rückläufiger Beschäftigtenzahl ist die durchschnitt­liche Leistung je Mitarbeiter gegenüber dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr mit 134 T€ unverändert geblieben.

Die Anderen Aufwendungen sind, gemessen an der Gesamtleistung, von 17,2 % auf 17,9 % gestiegen. In absoluten Zahlen betragen sie 393,0 Mio. €, nach 383,4 Mio. € im Vorjahr. Der Zuwachs begründet sich vor allem mit 9,0 Mio. € höheren Sonstigen Personalaufwendungen; sie stehen in Zusammenhang mit der Reduzierung unserer Belegschaft an den deutschen Standorten Homburg und Pegnitz.

Das Finanzergebnis ist um 3,1 Mio. € gesunken. Hier spiegeln sich vor allem niedrigere Erträge aus Beteiligungen wider, die wir nach der Equity-Methode bilanzierten (– 1,9 Mio. € ), sowie gestiegene Finanzaufwendungen (+ 0,9 Mio. € ). Letztere begründen sich mit um 1,7 Mio. € höheren Abschreibungen auf unwesentliche, nicht konsolidierte Finanzanlagen infolge gesunkener Ertragsaussichten.

Ergebnis

Der KSB Konzern erwirtschaftete ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von 88,6 Mio. € (Vorjahr 136,2 Mio. €). Hierzu haben das Segment Pumpen mit einem EBIT von 55,8 Mio. € (Vorjahr 105,2 Mio. €), das Segment Armaturen mit 16,9 Mio. € (Vorjahr 7,3 Mio. €) und das Segment Service mit 28,8 Mio. € (Vorjahr 42,7 Mio. €) beigetragen. Der Über­leitungseffekt aus der Bewertung nach IAS 11 „Fertigungsaufträge“ veränderte sich im Jahresvergleich um + 6,2 Mio. €.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf 72,6 Mio. €, nach 119,4 Mio. € im Jahr 2013. Damit erzielten wir eine Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 3,3 % (Vorjahr 5,3 %). Die Ertragsteuerquote erhöhte sich, vor allem wegen steuerlich nicht wirksamer Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, um 3,3 Prozentpunkte. Sie betrug 36,4 % nach 33,1 % im Jahr 2013. Das Ergebnis nach Ertragsteuern von 46,2 Mio. € (Vorjahr 79,9 Mio. €) ging daher mit 42,2 % etwas deutlicher zurück als das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) (– 39,2 %).

Das auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Ergebnis reduzierte sich prozentual in ähnlicher Höhe, von 14,2 Mio. € auf 7,9 Mio. €. Folglich blieb die Relation zum Ergebnis nach Ertragsteuern nahezu konstant (17,1 % nach 17,8 % im Vorjahr).

Die Ergebnisanteile der Aktionäre der KSB AG (38,3 Mio. €) lagen somit um 27,4 Mio. € unter denen des Vorjahres (65,7 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie betrug für die Stammaktien 21,74 €, nach 37,38 € im Vorjahr, und für die Vorzugsaktien 22,00 €, nach 37,64 € im Jahr 2013.

FINANZLAGE

Die Finanzlage des KSB Konzerns verschlechterte sich leicht. Insbesondere die in Zusammenhang mit der Zinsentwicklung stehenden signifikanten Zuwächse bei den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und deutlichen gegenläufigen Effekten im Eigenkapital haben zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote um knapp 3 Prozentpunkte geführt.

Eigenkapital

Der KSB Konzern ist mit einem Eigenkapital von 829,2 Mio. € (Vorjahr 844,5 Mio. €) ausgestattet. Darin enthalten ist wie im Vorjahr das Gezeichnete Kapital der KSB AG mit 44,8 Mio. €. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 66,7 Mio. €. Unsere Gewinnrücklagen belaufen sich auf 585,0 Mio. € (Vorjahr 618,8 Mio. €); hierin sind die Anteile der Aktionäre der KSB AG am Ergebnis nach Ertragsteuern mit 38,3 Mio. € (Vorjahr 65,7 Mio. €) enthalten. Auf die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter entfallen 132,7 Mio. € (Vorjahr 114,2 Mio. €). Durch den Rückgang des Eigenkapitals bei gleichzeitig angestiegener Bilanzsumme (+126,3 Mio. € oder 5,9 %) hat sich die Eigenkapitalquote verringert (36,4 %; im Vorjahr 39,3 %).

Die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus den Gesellschaften KSB Pumps Limited / Indien, KSB America Corporation / USA, GIW Industries, Inc. / USA und KSB Shanghai Pump Co. Ltd. / China.

Schulden

Größter Posten der Schulden sind weiterhin die Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und darin wiederum die ­Pensionsrückstellungen. Aufgrund der deutlich rückläufigen Kapitalmarktzinsen hat sich die Rückstellung zum Bilanzstichtag um 29,3 % auf 514,7 Mio. € erhöht. Eine Vielzahl der im KSB Konzern vorhandenen Pensionspläne sind leistungs­bezogene Modelle. Die damit verbundenen Risiken wie demografischer Wandel, Inflation und Gehaltssteigerungen reduzieren wir, indem wir beispielsweise für neues Personal vermehrt beitragsorientierte Pläne einsetzen.

Für aktuelle Rentenempfänger und unverfallbare Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter betragen unsere Verpflichtungen knapp die Hälfte des Bilanzansatzes. Der Rest sind Anwartschaften unserer aktiven Mitarbeiter.

Die restlichen Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer, die überwiegend kurzfristigen Charakter haben, sind unter anderem wegen geringerer Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen von 124,1 Mio. € auf 113,9 Mio. € zurückgegangen.

Die Sonstigen Rückstellungen haben sich im Jahresvergleich vor allem wegen des Anstiegs der Rückstellungen für übrige Verpflichtungen erhöht. Sie beinhalten langfristige Bestandteile in Höhe von 15,1 Mio. € (Vorjahr 14,4 Mio. €) für Garantieverpflichtungen. Der darüber hinausgehende Betrag betrifft Rückstellungen für vorwiegend kurzfristige ungewisse Verbindlichkeiten.

Die langfristigen Anderen Verbindlichkeiten sind mit 159,4 Mio. €, nach 205,0 Mio. € zum Jahresende 2013, deutlich gesunken. Sie beinhalten Verpflichtungen aus einem 2012 platzierten Schuldscheindarlehen in Höhe von 140 Mio. € (Vorjahr 175 Mio. €). Dieses ist unterteilt in Rückzahlungstranchen von 3 bis 10 Jahren. Die Veränderung erklärt sich damit, dass die erste Tranche über 35 Mio. € im Jahr 2015 zurückgezahlt wird. Dementsprechend erfolgt eine Umglie­derung in die kurzfristigen Anderen Verbindlichkeiten. Weiterhin tilgten wir ein langfristiges Bankdarlehen über 10 Mio. € 2014 vorzeitig. Die kurzfristigen Anderen Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um 68,0 Mio. € erhöht (523,3 Mio. €, nach 455,3 Mio. € zum Jahresende 2013). Die darin ent­haltenen Finanzschulden stiegen vor allem wegen der zuvor beschrie­benen Umgliederung um 31,8 Mio. € an. Auch die Sonstigen Verbindlichkeiten wuchsen von 188,7 Mio. € auf 218,0 Mio. €. Vermehrte Erhaltene Anzahlungen (+ 8,9 Mio. €) und um 11,5 Mio. € höhere Abgrenzungen für Devisentermingeschäfte und Zinsswaps waren dafür ursächlich. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit 211,7 Mio. € (Vorjahr 204,8 Mio. €) um 3,4 % ­verändert. Berücksichtigt man den Anstieg der Bilanzsumme, beträgt der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten am Gesamt­kapital 23,9 % (Vorjahr 22,3 %).

Investitionen

Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 7,4 Mio. € (Vorjahr 4,2 Mio. €) betrafen vor allem Geleistete Anzahlungen und aktivierte Eigenleistungen für eine neue Software zum Einsatz im Vertrieb (im Vorjahr Kauf von Lizenzen).

Die Sachanlageninvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 77,7 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 52,8 Mio. €. Die höchsten Zugangswerte entfielen mit 32,2 Mio. € auf Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (Vorjahr 7,6 Mio. €). Sie stehen in Zusammenhang mit einem Gießerei­neubau unserer US-amerikanischen Mininggesellschaft GIW Industries, Inc. Weitere 19,2 Mio. € entfielen auf Technische Anlagen und Maschinen (Vorjahr 21,6 Mio. €). Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit war wie 2013 die Region Europa, hier hauptsächlich Deutschland und Frankreich. Außerhalb Europas wiesen wieder unsere Werke in den USA sowie in Indien, China und Brasilien die höchsten Zugänge aus. Die Grundsätze für die Bemessung der Abschreibungen haben wir im Berichtsjahr beibehalten.

Nettofinanzposition

Die Nettofinanzposition des KSB Konzerns hat sich von 189,6 Mio. € auf 185,5 Mio. € trotz der stark erhöhten Ausgaben für Sachanlagevermögen nur unwesentlich verändert.

Liquidität

Aus betrieblichen Tätigkeiten erzielten wir einen Cashflow in Höhe von 88,6 Mio. €. Dieser war 46,8 Mio. € geringer als im Vorjahr. Neben dem Ergebnisrückgang und einem erhöhten Forderungsbestand hat eine Mittelbindung bei den Vorräten die Entwicklung des Cashflows negativ beeinflusst. Dem entgegen standen mehr Abschreibungen sowie eine ansteigende Mittelbindung bei den Verbindlichkeiten.

Im Berichtsjahr haben wir vor allem unsere Investitionstätigkeit bei Sachanlagen intensiviert. Darüber hinaus wirkte die Veränderung der Festgelder Cashflow-mindernd; im Vorjahr war hieraus noch ein starker Aufbau zu verzeichnen. Ent­sprechend ist ein deutlich erhöhter Cashflow aus Investitionstätigkeiten von – 103,9 Mio. € (Vorjahr – 15,7 Mio. €) zu berücksichtigen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten veränderte sich, unter anderem infolge der vorzeitigen Tilgung eines lang­fristigen Bankdarlehens, von – 22,3 Mio. € auf – 37,5 Mio. €.

In Summe aller Cashflows haben sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 331,6 Mio. € auf 290,5 Mio. € verringert. Dabei spielten Wechselkursänderungen in Höhe von + 10,8 Mio. € (Vorjahr – 5,0 Mio. €) eine Rolle. Die Flüssigen Mittel des KSB Konzerns reduzierten sich von 451,4 Mio. € auf 432,7 Mio. € (inklusive 15,3 Mio. €, nach im Vorjahr 18,0 Mio. €, um Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen und Langzeitarbeitskonten zu sichern, die jederzeit für uns verfügbar sind).

Wir gehen davon aus, den vollen Umfang an Zahlungsausgängen auch künftig weitgehend aus dem operativen Cashflow bestreiten zu können. Damit erreicht unser Finanzmanagement aus heutiger Sicht das Ziel, jederzeit unsere Liquidität im Wesentlichen ohne zusätzliche externe Finanzierungsmaßnahmen sicherzustellen. Weitere Informationen zum Liquiditätsmanagement (beispielsweise Kreditlinien) finden sich im Kapitel „Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten“ an anderer Stelle in diesem Konzernlagebericht.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle ­Verpflichtungen

Die außerbilanziellen Haftungsverhältnisse des KSB Konzerns betrugen zum Bilanzstichtag 8,0 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €). Dabei handelt es sich hauptsächlich um Besicherungsgarantien und Gewährleistungsverträge.

Sonstige über den Bilanzstichtag hinausreichende finanzielle Verpflichtungen mit außerordentlichem Charakter bestehen nicht. Lediglich aus langfristigen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen (insbesondere Informationstechnologie und Telekommunikation), die für den Geschäftsfortgang not­wendig sind, sowie dem Bestellobligo in Höhe von 17,8 Mio. € (Vorjahr 12,5 Mio. €) resultieren weitere finanzielle Verpflichtungen im üblichen Rahmen.

Aufwendungen Gesamtergebnisrechnung
Bilanzstruktur

VERMÖGENSLAGE

Unsere Bilanzsumme erhöhte sich um 5,9 % auf 2.277,7 Mio. €. Sowohl im langfristigen Vermögen (insbesondere bei Aktiven latenten Steuern sowie bei Sachanlagen) als auch bei Vorräten sowie bei Forderungen und sonstigen Vermögenswerten zeigten sich deutliche Zuwächse. Diesen standen geringere Flüssige Mittel gegenüber.

Im Anlagevermögen sind gut 27 % (im Vorjahr knapp 28 %) der Mittel gebunden. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit Anschaffungswerten von 1.270,4 Mio. € (Vorjahr 1.168,7 Mio. €) stehen mit 587,2 Mio. € (Vorjahr 554,2 Mio. €) zu Buche. Die im Berichtsjahr durchgeführten Wertminderungen bei den Geschäfts- oder Firmenwerten sowie der Rückgang bei Konzessionen und Lizenzen haben den Zuwachs bei den Geleisteten Anzahlungen auf Immaterielle Vermögenswerte ausgeglichen, sodass lediglich eine Verän­derung um + 0,1 Mio. € zu berichten ist. Da die Investitionen in das Sachanlagevermögen im Berichtsjahr sowohl über dem Vorjahreswert als auch den Abschreibungen lagen (55,3 Mio. €, nach 54,7 Mio. € im Jahr 2013), hat sich diese Bilanzposition um 32,9 Mio. € erhöht. Unter Berücksichtigung der verringernd wirkenden Effekte aus den Erstkonsolidierungen sowie der Wertminderungen auf unwesentliche – nicht konsolidierte – sonstige Beteiligungen in Höhe von jeweils rund 2 Mio. € ist der Bilanzwert der Finanziellen Vermögenswerte und der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen insgesamt um 1,7 Mio. € auf 35,3 Mio. € zurückgegangen. Dabei wirkten sich die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen mit 1,4 Mio. € gegenläufig aus.

Der deutliche Aufbau bei den Aktiven latenten Steuern (86,7 Mio. €, nach 39,6 Mio. € im Vorjahr) ist überwiegend auf die Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zurückzuführen.

Infolge des angestiegenen Auftragseingangs erhöhten sich die Vorräte – insbesondere die Fertigen Erzeugnisse und Waren sowie die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe – um 6,1 % auf 449,8 Mio. €. Sie haben unverändert rund 20 % unserer Mittel gebunden.

Aufgrund eines erhöhten Auslieferungsvolumens im letzten Quartal 2014 liegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – trotz im Gesamtjahresvergleich rückläufiger Umsatzerlöse – um 35,1 Mio. € über dem Vorjahresultimowert. Die anhaltend schwierige Situation im Projektgeschäft zeigt sich in der Entwicklung des Forderungsbestands für Kundenaufträge, bewertet nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC). Neben rückläufigen Erhaltenen Anzahlungen für diese Aufträge (– 7,8 Mio. €) hat sich auch der zugehörige Bestandswert um 6,0 Mio. € reduziert. Insgesamt entfallen − unter Berücksichtigung der Veränderung der Bilanzsumme − auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte wie 2013 rund 30 % der gesamten Aktiva.

Rund 19 % (Vorjahr etwa 21 %) des Vermögens betreffen Flüssige Mittel. Diese Verringerung ist durch einen geringeren Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten verursacht, bei gleichzeitig höheren Investitionen.

Inflation und Wechselkurseinflüsse

Zum Konsolidierungskreis gehörten keine Gesellschaften, deren Jahresabschlüsse um Inflationsauswirkungen zu bereinigen gewesen wären.

Die Währungsumrechnung der nicht in Euro aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften hat zu einem Differenzbetrag von + 38,8 Mio. € (Vorjahr – 53,5 Mio. €) geführt. Diesen haben wir ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS

Die uns selbst gesetzten Wachstumsziele haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr, wie auch im vorangegangenen Berichtsteil dargestellt, nur teilweise erreicht.

Für den Geschäftsverlauf war die Nachfrageschwäche in unserem Heimatmarkt Europa sowie in mehreren für uns wichtigen Branchen wesentlich. Zugleich zeigte sich, dass bei verschiedenen Produkten die Preisflexibilität nicht ausreichte, um in einem verschärften Konkurrenzkampf zufriedenstellende Margen zu erzielen. Dies galt insbesondere für große Pumpen zum Einsatz in konventionellen Kraftwerken sowie für Unterwassermotorpumpen, jeweils aus deutscher Fertigung.

Insoweit haben wir uns 2014 darauf konzentriert, die Voraussetzungen für ein wieder prosperierendes Geschäft zu schaffen. Dazu gehörte es, Aufgaben im globalen Fertigungsverbund neu zu verteilen, unsere Vertriebsstruktur neu zu ordnen und Maßnahmen einzuleiten, um unsere Kosten zu reduzieren. Zu diesen zählt eine schrittweise Verringerung des Personals in mehreren Gesellschaften, vornehmlich der KSB AG. Wir haben Beschlüsse gefasst, nach denen wir unser kraftwerkstechnisches Geschäft künftig verstärkt in Asien abwickeln und dies großteils mit lokal hergestellten Produkten. Unterwasser­motorpumpen werden wir demnächst in Frankenthal statt in Homburg fertigen und dabei in erheblichem Umfang Kosten einsparen. Dies gilt ebenso für die Bereitstellung von Standard-Gussteilen für unsere deutsche Produktion; hier werden wir künftig auf unsere neue Gießerei in Indien sowie auf externe Lieferanten zurückgreifen und dafür die Fertigung von Standardguss in Pegnitz aufgeben. Auch in Australien und China haben wir unsere Strukturen verbessert, um die Kosten zu verringern.

Das schwächere Geschäftsjahr war für uns nicht nur Anlass zu einer Reihe gravierender struktureller Veränderungen, zugleich haben wir eine globale Initiative zur Leistungssteigerung gestartet. Sie zielt darauf, abteilungs- und länderübergreifende Prozesse zu verbessern und die Tätigkeit aller Mitarbeiter stärker auf das Erreichen unserer Unternehmensziele hin auszurichten. Darüber hinaus haben wir in neue Gebäude sowie Anlagen investiert, um unsere technische Leistungs­fähigkeit in den Bereichen Flüssiggastransport und Bergbau weiter zu erhöhen.

Der Auftragseingang entwickelte sich für den Gesamtkonzern sowie für die Segmente Pumpen und Armaturen im Rahmen unserer im Vorjahresbericht dargestellten Prognosen insgesamt deutlich positiv. Das Segment Service konnte allerdings das angestrebte Wachstum nicht realisieren und musste sogar einen leichten Rückgang verkraften.

Beim Konzernumsatz haben sich unsere Erwartungen eines moderaten Zuwachses nicht erfüllt; wir mussten den genannten Rückgang um 2,9 % hinnehmen. Dies spiegelt sich auch in unseren Segmenten Pumpen und Service wider, wo wir mit moderaten und deutlichen Steigerungen gerechnet hatten. Hier haben wir die erwähnten Rückgänge von 5,8 % und 7,1 % verzeichnet. Lediglich im Segment Armaturen konnten wir die vorgesehenen leichten Zuwächse realisieren.

Die zuvor dargestellte Umsatzentwicklung ist einer der wesentlichen Gründe für das Verfehlen unserer Ergebnisprognosen. Darüber hinaus beeinträchtigen Einmal- und Restrukturierungskosten in Höhe von rund 30 Mio. €, die in der letztjährigen Planung noch nicht enthalten waren, das Ergebnis. Entsprechend konnten wir die zu Jahresbeginn erwarteten moderaten Verbesserungen des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern (EBT) sowie der Umsatzrendite vor Ertragsteuern nicht rea­lisieren. Beide Kennzahlen haben die Vorjahreswerte erheblich unterschritten. Dies zeigte sich auch in den Ergebnissen der Segmente, die wir als Werte vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) messen. Die Segmente Pumpen und Service mussten erhebliche Rückgänge verkraften. Für Pumpen hatten wir lediglich einen moderaten Rückgang prognostiziert sowie eine deutliche Steigerung im Service erwartet. Im Segment Armaturen stellte sich aber der geplante kräftige Ergebniszuwachs ein.

Die Nettofinanzposition lag Ende 2014 mit 185,5 Mio. € etwas unter dem letztjährigen Prognosewert von rund 200 Mio. €.

Die Geschäftsentwicklung stellte sich somit im Berichtsjahr insgesamt weniger günstig dar als erwartet. Trotz dieser negativen Einflüsse verfügt der KSB Konzern weiterhin über eine gesunde finanzielle Basis für die Zukunft. Die eingeleiteten Maßnahmen zur dauerhaften Verbesserung unserer Kostenstrukturen werden diese Basis zusätzlich stärken.

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