Unternehmerische Verantwortung

Ökonomischer Erfolg und unternehmerische Verantwortung gehören zusammen. Nur wer nachhaltig agiert und verantwortungsvoll handelt, bleibt zukunftsfähig. In diesem Bewusstsein folgen wir bei KSB nicht allein wirtschaftlichen Prinzipien, sondern orientieren uns auch an ökologischen und sozialen Kriterien. Dabei setzen wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen und den Menschen, seien es Geschäftspartner oder ­Mitarbeiter. Ebenso engagieren wir uns für gesellschaftliche Belange.

Als weltweit agierendes Unternehmen haben wir uns 2010 mit dem Beitritt zum UN Global Compact  verpflichtet, unsere Geschäftstätigkeit an zehn universellen Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Mehr als 12.000 Unternehmen und Organisationen nehmen an dieser Initiative der Vereinten Nationen teil, darunter viele unserer Kunden. Von unseren Lieferanten fordern wir gleichfalls, dass sie die von der UN-Initiative geforderten Regeln einhalten.

Innerhalb unseres Unternehmens nutzen wir anerkannte Zertifizierungen, um weltweit hohe einheitliche Standards in Umweltschutz, Qualität und Arbeitssicherheit zu etablieren. Im Berichtsjahr haben wir zwei weitere Fertigungsstätten zer­tifizieren lassen, sodass nun 34 Produktionswerke nach international gültigen Normen arbeiten.

Wir sehen uns aber auch als Multiplikatoren, um andere Firmen vom verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur zu überzeugen. Dazu nutzen wir Veranstaltungen, auf denen wir unsere Aktivitäten präsentieren. Beispielsweise haben wir uns an einer Aktionswoche des VDMA  beteiligt, um andere Unternehmen zu mehr gesellschaftlichem Engagement zu motivieren.

In unserer Konzernzentrale in Frankenthal veranstalteten wir außerdem ein Innovationsforum mit 150 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Politik, bei dem wir uns mit wichtigen Zukunftsfragen beschäftigten. Dabei er­örterten wir unter anderem, was der Maschinenbau beitragen kann, um die wichtige Aufgabe der Wasser- und Energie­versorgung für eine wachsende Weltbevölkerung zu erfüllen.

Soziales Engagement

Auch 2014 haben wir uns in eine Reihe sozialer Projekte eingebracht, beispielsweise um die Folgen von Hochwasser ­abzumildern oder Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Dabei konnten wir jeweils mit Pumpenspenden weiterhelfen.

Im Umfeld unserer Standorte wollen wir kontinuierlich Beiträge für ein funktionierendes Miteinander leisten. Traditionell verzichten wir daher auf Weihnachtspräsente und spenden stattdessen für gemeinnützige Einrichtungen. Dies war im ­Berichtsjahr zum Beispiel in Brasilien, Deutschland und Österreich der Fall. Die finanziellen Mittel flossen an Einrichtungen, die Kinder, Familien, Bedürftige sowie Flüchtlinge unterstützen. In Vietnam freuten sich mittellose Familien in der Nähe unseres 2012 gegründeten Montagewerks über Lebensmittelspenden.

In Indien haben wir 14 Projekte an unseren Produktionsstandorten unterstützt. Das Engagement galt vor allem Einrich­tungen, die sich Kindern, Frauen und Älteren widmen. Diese Vorhaben hatten unter anderem zum Ziel, Anlagen zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie sanitäre Einrichtungen zu bauen oder zu modernisieren. Weitere Projekte verbesserten den Alltag von Kranken und Behinderten, um die sich gemeinnützige Institutionen kümmern. Beispielsweise stattete KSB eine dieser Einrichtungen mit einer Solaranlage aus, die heute für warmes Wasser und elektrisches Licht sorgt. Insgesamt haben wir 2014 in Indien Hilfsprojekte mit etwa 250.000 Euro unterstützt.

Unser soziales Wirken entsteht aber auch aus dem Engagement unserer Beschäftigten heraus. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens unserer kanadischen Gesellschaft pflanzten die Mitarbeiter vor Ort 150 Bäume, um eine lokale Ini­tiative zur Aufforstung zu unterstützen. In Deutschland leisteten wir in einigen Fällen Nachbarschaftshilfe: So fertigten beispielsweise unsere Auszubildenden für eine Kirchengemeinde ein dringend benötigtes Treppengeländer. Mitarbeiter in Halle nahmen an einem Benefizlauf teil; dabei sammelten sie Spendengelder für krebskranke Kinder und andere gemeinnützige Zwecke.

Zukunftsthema Bildung

Einen Schwerpunkt unserer sozialen Aktivitäten legen wir auf die Bildung. In vielen Ländern haben Kinder und Jugendliche nur einen eingeschränkten Zugang zu Wissen. In Indien ermöglicht KSB Kindern über Patenschaften den Schulbesuch; in ­Indonesien unterstützen wir regelmäßig Bildungseinrichtungen mit Lernmaterialien und Schüler mit Stipendien. Im Berichtsjahr haben wir dort zudem eine Lehranstalt renoviert. Einen leichteren Zugang zu Bildung ermöglichten wir Kindern in Kambodscha durch die Spende von 145 Fahrrädern. Ihr Schulweg dauerte zuvor zu Fuß mehr als zwei Stunden täglich.

Angesichts der demografischen Entwicklung in vielen west­lichen Staaten beschäftigt uns das Thema Bildung auch in Deutschland. Ein drohender Fachkräftemangel berührt uns als innovatives Maschinenbauunternehmen unmittelbar, denn wir sind auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. In Deutschland engagieren wir uns für die Bildung von Kindern und Jugendlichen. Als Gründungsmitglied der „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V.“ tragen wir in Bildungspartnerschaften mit Kindergärten und Schulen dazu bei, junge Menschen frühzeitig für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Für Experimente und praktische Übungen stellen wir Lernmaterialien zur Verfügung. Wir helfen Lehrern und Erziehern, diese richtig einzusetzen. Darüber ­hinaus fördern wir über ein Erzählprojekt die frühkindliche Sprachentwicklung.

Natürliche Lebensgrundlagen ­erhalten

Unsere Produkte und Technologien helfen den Kunden, mehr Energieeffizienz und Umweltschutz zu verwirklichen. In un­seren eigenen Betrieben richten wir die Arbeitsprozesse darauf aus, so wenig Energie und Rohstoffe wie möglich zu verbrauchen. Deshalb überprüfen wir kontinuierlich unsere Fertigungsabläufe. Im Jahr 2014 haben wir in Finnland die Prüfprozesse für Armaturen modifiziert, sodass weniger Ausschuss anfällt; in Spanien läuft noch bis ins aktuelle Jahr ein lang angelegtes Projekt, um den Gebrauch von Lösungsmitteln jährlich um 15 % zu reduzieren. Regelmäßig tauschen wir weniger effiziente Elektro-Motoren in unserer Produktion ­gegen energiesparende Modelle aus. Im Berichtsjahr war das insbesondere in der Türkei der Fall.

Beim Herstellen von Produkten entsteht Abfall. Wir bemühen uns, möglichst geringe Mengen davon zu verursachen. Wo sich dies nicht vermeiden lässt, sammeln wir Materialien wie Metalle, um sie wiederzuverwerten. Darüber hinaus trennen wir unsere Abfälle, auch wenn nationale Gesetze dies nicht erfordern.

Um den Energieverbrauch zu senken, überprüfen wir die Effizienz von Beleuchtungsanlagen. Bei Bedarf tauschen wir herkömmliche Lampen gegen energieeffiziente Leuchten aus. In China, Mexiko, Südafrika und den USA haben wir 2014 die Fertigungshallen mit Hocheffizienzlampen ausgestattet. In der Türkei erhielten die Büros umweltfreundliche Energiesparlampen. Um nicht unnötig Strom zu verbrauchen, in­stallierten wir in Argentinien, Österreich und Schweden darüber hinaus sensorgesteuerte Beleuchtungssysteme, die auf ­Bewegungen reagieren.

Wir unterstützen das umweltbewusste Verhalten unserer Belegschaft. Um Fahrgemeinschaften zu bilden, bieten wir den Mitarbeitern in unserem Intranet eine entsprechende Plattform. In vielen Werken haben wir außerdem spezielle Fahrradparkplätze eingerichtetet, die unsere Beschäftigten intensiv in Anspruch nehmen.

Bei KSB arbeiten Menschen weltweit zusammen. Um Reisekosten und Umweltemissionen möglichst gering zu halten, setzen wir auf den Ausbau unseres internationalen Videokonferenz-Netzwerks. Im Berichtsjahr richteten wir sechs weitere Konferenzräume ein, sodass wir heute in 21 Ländern 60 dieser Anlagen betreiben. Dazu kommen nochmals 90 einzelne Nutzer, deren Computer über ein individuelles Videosystem verfügen. Insgesamt finden in unserem Unternehmen jährlich rund 12.000 Konferenzen am Bildschirm statt.

Umweltschonendes Verhalten zahlt sich auch im Kleinen aus. Deshalb sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter für ein ressourcenschonendes Verhalten. Auf entsprechenden Veranstaltungen ­erhalten die Angestellten nützliche Hinweise, wie sich der Verbrauch von Energie und Rohstoffen im beruflichen Alltag verringern lässt. Solche Maßnahmen fanden 2014 beispielsweise in Indonesien, Spanien und der Tschechischen Republik statt.

Gesundheit im Blick

Für unsere Mitarbeiter wollen wir ein positives Arbeitsumfeld schaffen, das es ihnen erlaubt, die bestmögliche Leistung für die Kunden zu erbringen, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erfahren. Dies bewerkstelligen wir mit einem ­betrieblichen Gesundheitsmanagement, das sich in bestehende Managementsysteme einfügt. Es betrifft fünf Bereiche: Wir wollen eine gesunde Arbeitswelt schaffen, ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernährung fördern, die psychische Gesundheit erhalten sowie eine adäquate medizinische Betreuung anbieten. Ziel ist es, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen und die Fehlzeiten zu verringern.

Wir setzen auf das Verantwortungsbewusstsein unserer Mitarbeiter und machen ihnen gesundheitsfördernde Angebote. Dazu zählen beispielsweise Vorsorgemaßnahmen. So haben in Deutschland etwa 900 Personen an der Darmkrebsvorsorge für Menschen ab einem Alter von 45 Jahren teilgenommen. Die Kosten dafür übernahm ein Gesundheitsfonds, den KSB gemeinsam mit einer Krankenkasse finanziert. Die kostenlose Grippeschutzimpfung nutzten mehr als 400 Mitarbeiter.

An unseren deutschen Standorten haben wir zwölf Defibrillatoren an zentralen Orten aufgestellt. Diese Geräte kommen bei plötzlichem Herzstillstand zum Einsatz, wenn jede Sekunde zählt. Per Elektroschock können selbst medizinische Laien lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen, bevor professionelle Hilfe eintrifft.

Um das Risiko von Arbeitsunfällen zu reduzieren, setzen wir konsequent die Anforderungen des Arbeitsschutzes um. In Europa haben unsere Service-Mitarbeiter im Jahr 2014 an einer Schulung teilgenommen, um Unfälle beim Lagern und beim Einsatz von Gefahrstoffen zu vermeiden. In regelmäßigen Trainings weisen wir außerdem auf mögliche Gefahrenquellen in der beruflichen Umgebung hin. So leisten wir einen Beitrag zu einem sicheren und umweltschonenden Arbeiten.

Bildung erschließt die Welt: In Indonesien unterstützen wir Schüler mit Lernmaterialien und Stipendien. Außerdem spendeten wir 2014 für die Renovierung einer Grundschule.
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